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Flughafenbetreiber Fraport tief in der Verlustzone

·Lesedauer: 2 Min.

Flugzeuge stehen am Boden, Passagiere bleiben fern. Für den Flughafenbetreiber lief der Sommer schlecht. Der Verlust fällt daher sehr deutlich aus.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber fährt deutliche Verluste ein. Foto: dpa
Der Frankfurter Flughafenbetreiber fährt deutliche Verluste ein. Foto: dpa

Der Einbruch des Passagierverkehrs in der Coronakrise und der geplante Stellenabbau haben den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im Sommer noch tiefer in die roten Zahlen gerissen als befürchtet. Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Verlust von 304 Millionen Euro nach einem Gewinn von 222 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Damit verfehlte Fraport die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Allein die Aufwendungen für den geplanten Abbau Tausender Arbeitsplätze belasteten das Unternehmen mit 280 Millionen Euro.

Fraport-Chef Stefan Schulte zeichnete für das laufende und das kommende Jahr ein düsteres Bild. So werde die Zahl der Fluggäste 2020 am Frankfurter Flughafen mit 18 bis 19 Millionen voraussichtlich mehr als 70 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen.

Am größten deutschen Flughafen sei auch im kommenden Jahr mit nur 35 bis 45 Prozent des rekordhohen Passagieraufkommens von 70,5 Millionen aus dem vergangenen Jahr zu rechnen, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. In diesem Jahr erwartet Fraport maximal 19 Millionen Fluggäste, da die Reisebeschränkungen im Kampf gegen Corona den Flugverkehr seit dem Frühjahr weitgehend lahmlegen. „Selbst in den Jahren 2023/24 werden wir wohl nur 80 bis 90 Prozent erreichen. Es liegt also noch ein langer Weg vor uns“, erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte.

An den internationalen Flughäfen, die Fraport etwa in Griechenland, Brasilien und Peru betreibt, ist die Lage kaum besser. Von Januar bis September hat die Krise den Umsatz des MDax-Konzerns auf 1,3 Milliarden Euro mehr als halbiert. Für das Gesamtjahr sagt Fraport ein Erlösminus von 60 Prozent voraus. Mit kräftigen Kostensenkungen, vor allem durch Personalabbau, erwirtschaftete das Unternehmen noch einen kleinen Betriebsgewinn von 52 Millionen Euro.

4000 Stellen werden abgebaut – Neues Terminal kommt später

Netto standen nach neun Monaten 537,2 Millionen Euro Verlust zu Buche. Bis 2021 will Fraport bis zu 4000 Stellen abbauen, fast jeden fünften Arbeitsplatz. Im laufenden Jahr seien über auslaufende Zeitverträge und Fluktuation schon rund 1300 Jobs weggefallen. Der Bau des neuen Terminals 3 geht wegen der Krise langsamer voran. Es soll jetzt zum Sommerflugplan 2025 in Betrieb gehen, drei Jahre später als ursprünglich geplant.

Das staatlich kontrollierte Unternehmen, zu gut 51 Prozent im Besitz des Landes Hessen und der Stadtwerke Frankfurt, sieht sich jedoch weiterhin gewappnet, die Krise zu überstehen. Fraport nahm rund 2,7 Milliarden Euro an zusätzlicher Finanzierung in diesem Jahr auf und verfügt damit aktuell um mehr als drei Milliarden Euro Barmittel.

Anleger trennten sich nach der Vorlage der Geschäftszahlen von den Aktien des Flughafenbetreibers. Die Fraport-Papiere geben im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 3,5 Prozent nach.