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Flughafen-Chef: Tegel - "Es wird keine leichtfertige Schließung geben"

Berlin. Eigentlich wollte die Flughafengesellschaft den Flughafen Tegel schon im April schließen, weil der Luftverkehr in der Corona-Krise eingebrochen ist. Nun steht das vorzeitige Aus des TXL aber doch wieder auf der Kippe. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup erklärt, warum das so ist.

Berliner Morgenpost: Herr Lütke Daldrup, haben Sie schon die Genehmigung erhalten, den Flughafen Tegel schließen zu dürfen?

Engelbert Lütke Daldrup: Wir haben den Antrag vor einem Monat gestellt, nachdem uns die Gesellschafter diese Möglichkeit gegeben haben. Die Oberste Luftfahrtbehörde hat ein Verwaltungsverfahren mit einer Anhörung durchgeführt.

Wann erwarten Sie eine Entscheidung?

Es gehört sich nicht für einen Antragsteller, einer Behörde mitzuteilen, wann man eine Entscheidung erwartet.

Wird denn dann Tegel im Juni zugemacht oder nicht?

Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup (Archivbild). Annette Riedl / dpa

Das kann ich Ihnen noch nicht sagen. Wir haben zwar am 20. Mai die Freigabe der Gesellschafter bekommen, dass wir diese unternehmerische Entscheidung final treffen können. Der Bund, Berlin und Brandenburg haben diese Entscheidung allerdings an zwei Punkte gebunden. Erstens muss der Regierungsflugverkehr auf dem neuen Terminal am BER sichergestellt werden. Das soll laut Bund Mitte Juni so weit sein. Die Flughafengesellschaft unterstützt dabei den Bund, wo wir können. Beispielsweise beim Einbau der Sicherheitskontrolle.

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