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Flughäfen Düsseldorf und Hamburg werden erneut bestreikt

Auf den Flughäfen Düsseldorf und Hamburg müssen sich Reisende am Donnerstag erneut auf Behinderungen durch Streiks einstellen. Auf beiden Airports sind die Beschäftigten der privaten Sicherheitsdienste von 4.00 Uhr bis 24.00 Uhr zu weiteren Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie die Gewerkschaft Verdi in Düsseldorf mitteilte. Verdi reagiert mit dem Ausstand auf die weiter ergebnislosen Tarifgespräche.

Bereits Ende Januar hatten ganztägige Streiks des privaten Sicherheitspersonals zwei Tage lang für massive Flugausfälle und Verspätungen auf den beiden größten NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn gesorgt. Einen ähnlichen Ausstand hatte es zuvor am Hamburger Flughafen gegeben. Die Beschäftigten hätten "momentan keine andere Wahl als zu streiken", erklärte ein Verdi-Sprecher. Die Streiks würden rechtzeitig angekündigt, um den Fluggästen Gelegenheit zu geben, sich auf die Umstände einzustellen.

Die Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens rechnet mit spürbaren Verzögerungen durch den geplanten Streik. Dadurch seien "Beeinträchtigungen vor allem bei den Verbindungen aus Düsseldorf heraus" zu erwarten, erklärte der Sprecher der Flughafengeschäftsführung, Christoph Blume. "Wir haben uns als Flughafen erneut bestmöglich auf den Streik vorbereitet und werden gemeinsam mit den Airlines alles tun, um den Passagieren die Situation so erträglich wie eben möglich zu machen."

Für Donnerstag sind am Düsseldorfer Flughafen 550 Stars und Landungen vorgesehen, der drittgrößte Airport Deutschlands rechnet mit rund 48.000 Passagieren. "Die kurzfristig angesetzten Arbeitsniederlegungen verunsichern die Passagiere in erheblichem Maße und schaden unserer Branche immens", erklärte Blume. "Wir appellieren an die Tarifparteien Verdi und den Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW), schnellstmöglich am Verhandlungstisch eine Lösung zu erzielen."

Auch der Flughafen Hamburg wies darauf hin, dass es am Donnerstag "deutliche Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen" geben könne. Auch bevorzugte Sicherheitskontrollen seien mangels Kapazität nicht möglich, hieß es in einer im Internet veröffentlichten Mitteilung. Die Fluggesellschaften hätten angekündigt, dass die Flüge nur mit leichten Verspätungen starten und nicht warten sollten. Auch kurzfristige Flugausfälle seien möglich. Beide Airports empfahlen den Passagieren, sich bei den Fluggesellschaften vorab über ihre Flüge zu informieren.

Für die 34.000 Beschäftigten der Sicherheitsbranche in NRW fordert Verdi Lohnerhöhungen zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro pro Stunde. Für die 24.000 Beschäftigten der untersten Lohngruppe boten die Arbeitgeber der Gewerkschaft zufolge zuletzt lediglich 40 Cent mehr an. Für die etwa 2000 Sicherheitskräfte an den Flughäfen in NRW will Verdi einen Bruttostundenlohn von 16 Euro durchsetzen, in Hamburg einen Lohn von 14,50 Euro.

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