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Flughäfen werden wieder bestreikt

Düsseldorf/Hamburg (dapd). Warnstreiks des Sicherheitspersonals führen weiter zu Ausfällen und Behinderungen im deutschen Flugverkehr. Am Mittwoch gab es einen Ausstand am Flughafen in Hamburg, am (morgigen) Donnerstag sind Arbeitsniederlegungen in Düsseldorf und Köln/Bonn geplant. Die 5. Luftsicherheitstage des Bundesverbands der Sicherheitswirtschafts (BDSW) in Potsdam wurden von einer Protestaktion der Gewerkschaft ver.di begleitet.

Hintergrund des Streiks sind die bislang erfolglosen Tarifverhandlungen zwischen den Arbeitnehmervertretern und dem BDSW. Ver.di fordert für die Luftsicherheitsassistenten in Hamburg einen Stundenlohn von 14,50 Euro. Ein Angebot des BDSW von 12,75 Euro ab März und 13,50 Euro ab Januar 2014 hatte die Gewerkschaft abgelehnt. Die Arbeitgeber legten bisher kein neues Angebot vor. Schon in den vergangenen Wochen gab es mehrere Streiks, die zu Behinderungen im Luftverkehr führten.

In Hamburg soll es am Donnerstag ein Treffen "auf Geschäftsführer-Ebene" zwischen ver.di und dem BDSW geben, sagte ver.di-Verhandlungsführer Peter Bremme. Daher werde es bis einschließlich Freitag keinen weiteren Streik geben. "Wir erwarten anlässlich der Luftsicherheitstagung in Potsdam konstruktive Gespräche mit den Arbeitgebern", sagte er.

Wegen des Streiks am Mittwoch waren knapp zwei Drittel der Flüge ab Hamburg sowie etwa jeder siebte Flug in die Hansestadt gestrichen worden. Reisende mussten lange Wartezeiten hinnehmen. Es war der dritte ganztägige Streik des Sicherheitspersonals in einer Woche.

In Düsseldorf und Köln/Bonn wollen die ver.di-Mitglieder am Donnerstag ebenfalls zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit streiken. Der Ausstand werde auf die Morgenstunden begrenzt und um 10.00 Uhr enden, erklärte die Gewerkschaft. Der Flughafen Düsseldorf rechnet mit Beeinträchtigungen im Flug- und Abfertigungsbetrieb. Allein bis 10.00 Uhr seien 147 Flüge mit 13.600 Passagieren geplant, teilte der Flughafen mit.

Ver.di fordert neues Angebot der Arbeitgeber

Ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Becker forderte den BDSW auf, "nach zwei Monaten der Verweigerung ein neues Angebot" vorzulegen, damit die Streiks beendet werden könnten. Solange sich die Arbeitgeber aber weigerten, für die gesamte Branche Wege aus dem Niedriglohnbereich aufzuzeigen, könne es keine Ruhe geben.

Die Betreiber des Hamburger Flughafens haben kein Verständnis für die Arbeitsniederlegung des Sicherheitspersonals. "Das Maß ist voll", sagte eine Sprecherin. "Dieses Vorgehen ist untragbar und völlig unverhältnismäßig", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Michael Eggenschwiler. Die durch die Streiks verursachten Kosten für den Flughafen gehen laut Sprecherin mittlerweile in die Millionen.

Außerdem befürchten die Betreiber einen Imageverlust. Viele Passagiere wüssten nicht, dass die Bundespolizei zuständig sei, sagte die Sprecherin weiter. Die Reisenden beschwerten und forderten das Flughafenpersonal zum Handeln auf. "Uns sind die Hände gebunden."

dapd

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