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Fluggesellschaften beklagen weiterhin zu niedriges Passagieraufkommen

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Landendes Flugzeug

Das Passagieraufkommen im Flugverkehr ist nach Angaben von Airline-Vertretern infolge der Corona-Pandemie nach wie vor zu niedrig. "Mit jedem Tag schwindet die Hoffnung auf eine deutliche Erholung des internationalen Verkehrs in diesem Sommer", erklärte der Generaldirektor des internationalen Luftfahrtverbandes Iata, Willie Walsh, am Mittwoch.

Besonders "enttäuschend" sei die Lage bei Langstreckenflügen: Laut Iata lag die Zahl der Flüge zwischen den USA und Europa im Juni um 73 Prozent niedriger als vor zwei Jahren. "Trotz einer wachsenden Zahl von Geimpften und verbesserter Testmöglichkeiten stehen wir kurz davor, eine weitere Sommersaison auf dem transatlantischen Markt zu verlieren", warnte Walsh.

Die US-Regierung hatte Anfang der Woche bekanntgegeben, die wegen der Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Ländern vorerst nicht aufzuheben. Sie begründete dies mit der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Die EU hatte ihre Einreisebeschränkungen für US-Bürger im Juni aufgehoben.

Walsh begrüßte die Ankündigung der britischen Regierung, bei der Einreise von vollständig Geimpften aus der EU und den USA künftig die Quarantäne-Pflicht aufzuheben. Dies sei eine "positive" und "vernünftige" Maßnahme.

Insgesamt lag der weltweite Passagierflugverkehr angegeben in Passagierkilometern im Juni 60 Prozent unter dem Niveau von 2019 - eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Mai (knapp 63 Prozent). Hinter diesen Durchschnittswerten verbergen sich allerdings große Unterschiede: Während der Inlandsflugverkehr nur um knapp 23 Prozent zurückging, gab es über 80 Prozent weniger grenzüberschreitende Flugverbindungen.

pe/gt

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