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Stewardess enthüllt, was mit Toten während eines Fluges passiert

Style International Redaktion
·Lesedauer: 3 Min.

Eine Flugbegleiterin hat mit einem Video bei TikTok die Nutzer geschockt. Dort verriet sie, wie Bordpersonal mit unerwarteten Todesfällen an Bord umgeht – und das gefiel nicht jedem.

Sheena Marie ist eine Flugbegleiterin aus den USA, die ihre Follower regelmäßig mit noch unbekannten Fakten zu Abläufen und Regelungen auf Flügen versorgt. Ihre Nutzer zeigten sich allerdings schockiert, als sie verriet, wie ihre Airline mit Todesfällen an Bord umgeht.

In einem Video, das sie mittlerweile von ihrem Profil gelöscht hat, erklärt die 25-Jährige die Vorgehensweise bei Todesfällen an Bord. Der oder die Verstorbene bleibt in dem Fall nämlich einfach angeschnallt auf seinem oder ihrem Platz sitzen, bis das Flugzeug landet.

„Wenn jemand sich nicht mehr rührt und auf dem Sitz liegt und man weiß, dass er tot ist, und wenn alle um ihn herum sagen „ja, der ist tot“, fühlen wir natürlich den Puls und all das“, erklärt sie in dem Video, das viral gegangen ist.

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„Wenn sie einen Herzinfarkt haben und sterben und wir wirklich nichts mehr machen können, also wenn wir sie nicht wiederbeleben können, dann müssen wir einfach warten, bis wir gelandet sind“, fährt sie fort. „Wir lassen den oder die Tote, wo er oder sie ist.“

Sie erzählt, dass sie die Leiche auch auf einen anderen Platz setzen können, wenn ausreichend Platz im Flieger ist. Wenn das aber nicht der Fall ist, hat ein Passagier für den Rest der Reise einen äußerst ruhigen Sitznachbarn.

Die TikTok-Zuschauer waren erschüttert von Sheenas Video. Foto: TikTok/ sheenie_weenie
Die TikTok-Zuschauer waren erschüttert von Sheenas Video. Foto: TikTok/ sheenie_weenie

„Wenn genügend Platz im Flieger ist, also zum Beispiel, wenn die letzte Reihe frei ist, legen wir den Toten oder die Tote in die letzte Reihe und legen eine Decke über ihn oder sie“, sagt sie.

Vielen verschlug die gruselige Information die Sprache. Diejenigen, die Worte fanden, bestanden darauf, dass sie auf keinen Fall eine Sitzreihe mit einer Leiche teilen würden.

„Ich sage euch eines, wenn kein Platz mehr ist, setze ich mich lieber auf den Schoß eines Fremden“, schrieb jemand.

„Wenn jemand neben mir im Flieger stirbt und ihr ihn einfach neben mir sitzen lasst, werde ich definitiv aus dem Fenster springen, ich sag’s euch“, hieß es in einem anderen radikalen Kommentar.

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In einem Reddit-Thread von 2018 bestätigte eine andere Person, die als Flugbegleiter arbeitet, dass zumindest bei der Landung so vergangen werde. Die Leiche müsse nämlich wie die anderen Fluggäste angeschnallt auf ihrem Platz sitzen bleiben.

„Das Problem ist die Landung“, schrieb die anonyme Person. „Unsere Betten, in denen sich die Crew ausruht, sind nicht für die Landung geeignet. Auch die meisten anderen Orte, an die man jemanden legen kann, sind es nicht. Der Körper muss zum Schutz der anderen Fluggäste mit dem Gurt angeschnallt sein.“

Die Zahl der Todesanfälle an Bord ist sehr gering. Foto: Getty Images
Die Zahl der Todesanfälle an Bord ist sehr gering. Foto: Getty Images

Die Person behauptete allerdings, dass der tote Passagier nicht einfach bei den anderen Fluggästen sitzen gelassen werde. Diese Nachricht beruhigt sicherlich viele ängstliche Flieger.

„Wenn die Möglichkeit besteht, kann man hinten im Flieger eine Reihe freimachen“, schrieb die Person. „Wenn andere Plätze verfügbar sind, ist das super. Wenn nicht, tja, die Person hatte natürlich einen Platz an Bord gebucht. Wir setzen dann Leute um, bis wir in der hinteren Reihe Platz geschaffen haben (so können wir den Verstorbenen oder die Verstorbene im Auge behalten und sind nicht zu weit vom Ausgang entfernt) und setzen die Person dort hin.“

Die noch besseren Nachrichten sind, dass Todesfälle an Bord anscheinend sehr selten vorkommen. Ein Artikel von 2013 in der Fachzeitschrift The New England Journal of Medicine zeigt, dass nur 0,3 % der Notfälle an Bord mit dem Tod des Fluggastes enden.

Es wurden hier Daten von Notfällen von Januar 2008 bis November 2010 ausgewertet. In den zwei Jahren kam es zu 11.920 Notfällen, aber die Gesamtanzahl der Todesfälle beträgt nur etwa 36.

Penny Burfitt

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