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Fliegt auch unbemannt: Neuer Hightech-Tarnkappenbomber B-21 Raider

Fliegt auch unbemannt: Neuer Hightech-Tarnkappenbomber B-21 Raider

In Palmdale in Kalifornien auf dem Gelände der Rüstungsfirma Northrop Grumman ist der neue Tarnkappenbomber der US-Armee, der Stealth-Bomber B-21 Raider, vorgestellt worden. Die anwesenden Journalistinnen und Journalisten durften die Hightech-Maschine - nach dem Abspielen der Nationalhymne - nur aus einer einzigen Perspektive sehen, als das Kampfflugzeug aus dem Hangar geschoben wurde. Überflüge von Palmdale waren verboten worden, um nicht alle technischen Eigenschaften des neuen, "digitalsten" Tarnkappenbombers öffentlich zu machen.

Das Luftfahrtunternehmen Northrop Grumman, das seit sieben Jahren am B-21 Raider arbeitet, spricht vom ersten Flugzeug der sechsten Generation, das alles verändern werde.

Der B-21 Raider kann unbemannt betrieben werden und soll könnte sowohl für nukleare Langstreckenschläge als auch mit konventionellen Waffen eingesetzt werden.

Das neue Tarnkappenflugzeug soll die B-1B und die B-2-Bomber der US-Armee ersetzen. Geplant ist offenbar die Bestellung von mindesten 100 Exemplaren der B-21 Raider. Der neue Bomber kostet nach Schätzungen von Experten statt der geplanten 550 Millionen US-Dollar eher 700 Millionen US-Dollar (etwa genausoviel in Euro).

Die B-21 soll zu einem Schlüsselelement der US-amerikanischen "nuklearen Triade" werden, die aus Raketen und Bomben besteht, die vom Land, vom Meer oder aus der Luft abgeschossen werden können.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte: "Die B-21 Raider ist der erste strategische Bomber seit mehr als drei Jahrzehnten. (...) Dieser Bomber wird der am besten zu wartende Bomber sein, der jemals gebaut wurde. Seine offene Systemarchitektur erlaubt es, neue Waffen einzusetzen, die heute noch nicht erfunden sind."

Marcio Jose Sanchez/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin vor dem B-21 Raider Tarnkappenbomber in Kalifornien - Marcio Jose Sanchez/Copyright 2022 The AP. All rights reserved

Der Bomber sei "auf Weiterentwicklung ausgelegt", bestätigte Amy Nelson, eine Expertin der Brookings Institution, einer US-amerikanischen Denkfabrik mit Sitz in Washington. Die offene Architektur des B-21 Raider ermögliche "die künftige Integration von Software", so dass das Flugzeug nicht schnell veralte.