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Fitch-Experte hält Euro-Krise für größtenteils ausgestanden

London (dapd). Ähnlich wie viele europäische Spitzenpolitiker hält auch die Ratingagentur Fitch den schlimmsten Teil der Euro-Krise für überstanden. Mit dem Austritt eines Mitgliedslandes aus der Währungszone sei wohl ebenfalls nicht mehr zu rechnen, sagte ein hochrangiger Vertreter der Agentur am Dienstag vor Finanzexperten auf einer Konferenz in London.

In den Augen von Douglas Renwick, dem Leiter der für die europäische Staatsschuldenkrise zuständigen Abteilung bei Fitch, haben sich die 17 Euro-Staaten in den vergangenen drei Jahren recht erfolgreich durch die Krise gekämpft und einen Kollaps der Währungsunion damit "sehr unwahrscheinlich" gemacht. Dies ändere freilich nichts an der Tatsache, dass noch viel zu tun bleibe: Vermutlich werde es noch bis zum Ende des Jahrzehnts dauern, die Konstruktionsfehler der Eurozone endgültig auszumerzen, sagte Renwick.

Neben Renwicks Kommentaren deuten auch die gesunkenen Risikoaufschläge auf Staatsanleihen von Euro-Sorgenkindern sowie der um ein Neun-Monats-Hoch herum notierende Euro auf Entspannung an den Märkten hin. In den vergangenen Wochen haben sich zudem mehrere Regierungschefs optimistisch geäußert, dass die Währungszone das Gröbste in der Krise bereits hinter sich gelassen haben dürfte.

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