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Fischsterben in der Oder: Polen und Deutschland vereinbaren gemeinsame Aufklärung

An der Oder, im Grenzgebiet zu Polen, haben hunderte Einsatzkräfte damit begonnen, massenweise tote Fische einzusammeln. In einigen Gemeinden entlang der Oder breitete sich ein Verwesungsgeruch aus. Auf rund 80 Kilometern Länge sind die Helfer:innen mit Gummistiefeln und Handschuhen im Einsatz, um nicht in direktem Kontakt mit Wasser und Fischen zu kommen.

"Ich fische hier seit 40 Jahren und habe so etwas in diesem Ausmaß noch nie erlebt. Es gibt mir eine Gänsehaut, wenn ich sehe, wie viele tote Fische es hier in der Oder gibt", meint Angler Helmut Zahn.

Bei einem Besuch in Frankfurt Oder sagte die deutsche Umweltministerin Steffi Lemke, dass man nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Aufklärung des tonnenschweren Fischsterbens nun eine bessere Koordinierung mit Polen vereinbart habe.

In Polen wurden derweil Schwermetalle und Quecksilber als Ursache für das Fischsterben ausgeschlossen. Das hätten Laboranalysen des staatlichen Veterinärinstituts ergeben. Zudem sei festgestellt worden, dass die Konzentration gelöster Salze in der Oder stark erhöht sind. Inwiefern diese Tatsache in Zusammenhang mit den toten Fischen steht, wird derzeit untersucht. Spekuliert wird, dass Chemie-Abfälle in den Fluss gekippt wurden. Polens Polizei hat für Hinweise zu möglichen Tätern umgerechnet rund 210.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Polens Regierung steht in der Kritik, trotz Kenntnis in der Angelegenheit nichts unternommen zu haben. Am Freitagabend hatte Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki deshalb die Leiter der Wasser- und der Umweltbehörde entlassen.