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FIRE-extrem! Kann man es schaffen, mit 30 in den Ruhestand zu gehen?

·Lesedauer: 3 Min.
Älteres Paar beim Strandurlaub reich

FIRE und der frühe Ruhestand sind derzeit ein beliebtes Thema. Der Traum der finanziellen Unabhängigkeit hat viele Investoren und Sparer angesteckt. Und selbst Extremsparer und Frugalisten hervorgebracht, die das Ganze ein wenig auf die Spitze treiben. Ganz ehrlich: Das ist alles andere als wertend oder negativ gemeint.

In einer extremen Form möchten FIRE-Anhänger manchmal schon mit 30 Jahren in den Ruhestand gehen. Riskieren wir heute einen Blick darauf, was hierfür notwendig ist. Wobei es natürlich schwierig ist, sämtliche Voraussetzungen über einen Kamm zu scheren, weshalb wir es ein wenig abstrakt halten müssen.

FIRE-extrem: Mit 30 in den Ruhestand, Rechenbeispiele

Um zu schauen, ob man als extremer Frugalist, FIRE-Anhänger und Sparer womöglich mit 30 in den Ruhestand gehen kann, rechnen wir heute ein wenig herum. Als Startdatum fixieren wir einfach mal die Volljährigkeit zum 18. Geburtstag und somit einen Zeitraum von zwölf Jahren. Ebenfalls wichtig: Es dürfte klar sein, dass man es ohne Rendite kaum schaffen kann, entsprechend müssen wir mit einer rechnerischen Rendite von 8 % pro Jahr rechnen. Wie gesagt: Wir müssen ja irgendwo einen allgemeingültigen Kompromiss finden.

Wer als Investor dann beispielsweise ein Vermögen von einer Million Euro anhäufen möchte, um mit der 4-%-Regel eine Bruttoentnahme von 40.000 Euro pro Jahr für sein FIRE-Ziel entnehmen zu können, der muss monatlich zwischen dem 18. und 30. Lebensjahr 4.208 Euro in sein Ruhestandsdepot einsparen. Hier erkennen wir bereits: Das ist für viele kaum möglich, selbst mit extremen Sparraten. Wer weiterhin frugal leben möchte und mit der Hälfte meint auszukommen, der muss immerhin noch 2.104 Euro pro Monat sparen. Wenig ist das auch nicht.

Es gibt natürlich gewisse Katalysatoren, die du nutzen kannst. Rendite beispielsweise. Wenn du es in den zwölf Jahren auf eine marktschlagende Rendite von 12 % pro Jahr schaffst, brauchst du für die Million lediglich einen Einsatz von 3.242 Euro. Für die halbe Million hingegen sind 1.621 Euro nötig. Letzteres könnte mit überaus harten Sparquoten ein realistischeres Ziel sein.

Aber auch ein initialer Einsatz kann überaus hilfreich sein. Wer beispielsweise für sein FIRE-Ziel zur Volljährigkeit 50.000 Euro gespart hat, der muss in den folgenden zwölf Jahren selbst bei einer Rendite von 8 % 3.678 Euro für die erste Million sparen. Für die halbe Million ist es wiederum die Hälfte. Auch ein längerer Zeitraum kann die benötigten Sparbeträge reduzieren. Wobei wir heute natürlich mit einem frühen Ruhestand mit 30 gerechnet haben.

Für die meisten: Kaum realisierbar

Wie wir daher unterm Strich erkennen können, ist FIRE-extrem und der Ruhestand mit 30 auf einem bequemen Niveau eher ein Traum. Die Sparquoten sind alles andere als gering und zumindest für Durchschnitts- oder sogar moderate Besserverdiener kaum realistisch.

Es sollte daher idealerweise einen Kompromiss geben: Entweder eine deutlich höhere Rendite oder aber einen Starteinsatz. Zur Not wird man zwangsläufig sein FIRE-Ziel zeitlich nach hinten schieben müssen. Aber, mal ehrlich: Der Ruhestand mit 30 klingt auch sehr luxuriös.

Der Artikel FIRE-extrem! Kann man es schaffen, mit 30 in den Ruhestand zu gehen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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