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In Finnland gibt es ein Santa Claus Dorf, das ihr besuchen könnt: So sieht es dort aus

In Rovaniemi, Finnland, befindet sich das ganzjährige Büro und das Dorf des Weihnachtsmanns.

Der Weihnachtsmann ist in Finnland nicht nur zu Weihnachten anzutreffen. - Copyright: Reuters/Pawel Kopczynski
Der Weihnachtsmann ist in Finnland nicht nur zu Weihnachten anzutreffen. - Copyright: Reuters/Pawel Kopczynski

Ein mehrsprachiger Schauspieler spielt hier den Santa Claus, der das wichtige Tagesgeschäft erledigt und Tausende von Fans trifft – und natürlich allgemeine Weihnachtsstimmung verbreitet. Hier könnt ihr sehen, wie es in Rovaniemi aussieht:

Eine Luftaufnahme des Weihnachtsmanndorfes in Rovaniemi, Finnland. - Copyright: Attila Cser/Reuters
Eine Luftaufnahme des Weihnachtsmanndorfes in Rovaniemi, Finnland. - Copyright: Attila Cser/Reuters

Mehrere Fotografen, darunter auch der Berliner Fotograf Pawel Kopczynski, haben das glitzernde, schneebedeckte Weihnachtsmanndorf bereits besucht und festgehalten, wie es dort aussieht.

Eine Außenansicht vom Büros des Weihnachtsmanns. - Copyright: Pawel Kopczynski
Eine Außenansicht vom Büros des Weihnachtsmanns. - Copyright: Pawel Kopczynski

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die finnische Stadt fast zerstört, heißt es auf der offiziellen Webseite von Rovaniemi. Die US-amerikanische First Lady Elenor Roosevelt besuchte 1950 dann jedoch die Stadt, um sich ein Bild von den Wiederaufbauarbeiten zu machen. Für ihren Besuch wurde extra eine kleine Blockhütte errichtet. Diese steht noch heute im Santa Claus Dorf.

Der Weihnachtsmann kam dann einige Jahrzehnte später ins Spiel

Ein Geschwisterpaar aus England gibt seine Briefe an den Weihnachtsmann persönlich ab.  - Copyright: Pawel Kopczynski
Ein Geschwisterpaar aus England gibt seine Briefe an den Weihnachtsmann persönlich ab. - Copyright: Pawel Kopczynski

Die Legende besagt, dass sich das Haus des Weihnachtsmanns an einem geheimen, abgelegenen Ort in Finnland befindet, der nur wenigen Menschen bekannt ist. Deshalb beschloss „Santa“ 1985, mithilfe der örtlichen Behörden direkt in der Hütte in Rovaniemi ein öffentliches Büro zu eröffnen. Dort kann er das ganze Jahr über die Kinder begrüßen und auch viele Touristen in die Gegend locken.

Schon bald darauf wurde das Dorf in Betrieb genommen – und 2010 schließlich zur offiziellen Heimatstadt von Santa Claus ernannt.

Der Weihnachtsmann spricht sogar verschiedene Sprachen. - Copyright: Pawel Kopczynski
Der Weihnachtsmann spricht sogar verschiedene Sprachen. - Copyright: Pawel Kopczynski

Die Hauptattraktion ist natürlich, den Weihnachtsmann persönlich zu treffen. Jedes Jahr kommen etwa 500.000 Besucher in das Dorf, um ihn zu besuchen. Für Kinder ist das Dorf natürlich besonders magisch. Und: Sie können sogar einen Beweis mit nach Hause nehmen, dass sie Santa getroffen haben. Man kann ein Zertifikat kaufen, das bestätigt, dass man wirklich den „echten“ Santa getroffen hat.

Im Postamt kann man auch Souvenirs kaufen. - Copyright: Alexander Hassenstein/Getty Images
Im Postamt kann man auch Souvenirs kaufen. - Copyright: Alexander Hassenstein/Getty Images

Es gibt auch ein offizielles Postamt

Wer nicht persönlich in das Dorf fahren kann, kann dem Weihnachtsmann und seinen Wichteln einen Brief schicken. Jedes Jahr schreiben mehr als eine halbe Million Kinder Briefe an das offizielle Postamt des Weihnachtsmannes. Die Wichtel sortieren die Briefe nach Herkunftsländern und übersetzen sie schließlich.

Elina, eine der Wichtel im Dorf, liest die Post, die dem Weihnachtsmann aus aller Welt geschickt wurde. - Copyright: Pawel Kopczynski
Elina, eine der Wichtel im Dorf, liest die Post, die dem Weihnachtsmann aus aller Welt geschickt wurde. - Copyright: Pawel Kopczynski

Der Ort hat ein echtes, funktionierendes Postamt und einen speziellen Polarkreis-Sonderstempel. Der Stempel zeigt ein Bild vom Weihnachtsmann mit seinen berühmten Rentieren.

Zwei Wichtel zeigen, wie der Poststempel aussieht. - Copyright: Peter Dench/Getty Images
Zwei Wichtel zeigen, wie der Poststempel aussieht. - Copyright: Peter Dench/Getty Images

Das Dorf hat schon Post aus 198 Ländern bekommen. Die Wichtel sortieren sie in „Öffnen“, „Sortieren“ und „Antworten“ Stapel. Besucher können aus Rovaniemi auch einen Brief an ihre Freunde oder Familie schicken.

Auch für erwachsene Besucher gibt es ein Unterhaltungsprogramm

Der Weihnachtsmann denkt an alle. - Copyright: Pawel Kopczynski
Der Weihnachtsmann denkt an alle. - Copyright: Pawel Kopczynski

Im Dorf gibt es ein Snowman World Snow Restaurant und eine Lappland Ice Bar. Hier ist sogut wie alles aus Eis – sogar die Gläser. Hartgesottene Schneefans können auch ein Zimmer im Iglu-Hotel des Ortes buchen.

In diesem Zimmer ist ein Bild vom Weihnachtsmann und seinen Rentieren in die Schnee-Wand geschnitzt. - Copyright: Pawel Kopczynski
In diesem Zimmer ist ein Bild vom Weihnachtsmann und seinen Rentieren in die Schnee-Wand geschnitzt. - Copyright: Pawel Kopczynski

Im Restaurant Kotahovi gibt es Gerichte aus der nördlichsten Region Finnlands, dem Lappland. Neben einer großen Auswahl an Speisen gibt es hier auch Live-Musik für die Gäste.

Das Gebäude ist einer Hütte im lappländischen Stil nachempfunden.  - Copyright: Pawel Kopczynski
Das Gebäude ist einer Hütte im lappländischen Stil nachempfunden. - Copyright: Pawel Kopczynski

Rentierfahrten sind eine weitere beliebte Attraktion des Dorfes

Die Rentiere bereiten sich auf die große Nacht vor.
Die Rentiere bereiten sich auf die große Nacht vor.

Die Besucher werden von vornherein darauf hingewiesen, dass die fliegenden Rentiere nur für den Weihnachtsmann reserviert sind. Das liegt daran, dass sie "Expertenfahrkünste erfordern, deren Beherrschung Jahrhunderte dauert", heißt es auf der offiziellen Tourismusseite von Rovaniemi. Am besten überlässt man das dem Mann in Rot.

In diesem Jahr könnt ihr die Gegend sogar kostenlos mit einer Uber-Schlittenfahrt besuchen

Die Schlitten von Uber sind mit dem Logo der Marke geschmückt. - Copyright: Uber
Die Schlitten von Uber sind mit dem Logo der Marke geschmückt. - Copyright: Uber

Uber bietet die kostenlosen Schlittenfahrten zwischen dem 12. und 18. Dezember in Lappland an, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Finnland-Besucher können die Tour über die App entweder um 10 oder um 12 Uhr buchen, um für zwei Stunden von Rentieren durch den Schnee gezogen zu werden.

Dieser Text wurde von Hendrikje Rudnick aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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