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„Und wo finden Sie diese Leute?“ – Armin Laschet überrascht über Recruiting-Probleme in Startups

·Lesedauer: 2 Min.
Armin Laschet (rechts) trifft auf die Qunomedical-Gründerin Sophie Chung und den Choco-Chef Daniel Khachab, die sich beide bei der Initiative 2Hearts engagieren
Armin Laschet (rechts) trifft auf die Qunomedical-Gründerin Sophie Chung und den Choco-Chef Daniel Khachab, die sich beide bei der Initiative 2Hearts engagieren

Die CDU und ihr Kanzlerkandidat Armin Laschet sind im Wahlkampf bislang noch nicht als Startup-Lieblinge aufgefallen. Traditionell hegen viele Köpfe in der Szene mehr Sympathien für die Liberalen – zu sehen an den Großspenden von Frank Thelen, dem Getyourguide-Gründerduo, Carsten Maschmeyer und Co. – oder zunehmend auch für die Grünen. Ein Treffen zwischen Laschet und Vertretern der Startup-Szene in Berlin am Montag wird dennoch zum Heimspiel für den Kanzlerkandidaten. Das Treffen hat die Initiative 2Hearts organisiert, in der sich deutsche Startupköpfe mit Migrationshintergrund zusammengeschlossen haben. Mit Mentorenprogrammen wollen sie die Szene diverser gestalten.

Beim Thema Migration kann Laschet mit seiner Erfahrung als Integrationsminister in Nordrhein-Westfalen (2005-2010) punkten. So wird der Termin vermutlich einer der angenehmeren in diesen Tagen vor der Wahl. Am Abend zuvor absolvierte Laschet noch sein letztes Triell und nach dem Termin mit 2Hearts fuhr er weiter zum Pflichttermin mit der Kanzlerin in Stralsund.

Bei dem Treffen erzählen Mitglieder von 2Hearts, mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten, als sie in Deutschland aufwuchsen. Die 30-jährige Mentee Yasemin Sezer etwa, die zwar nur Einser und Zweier nach Hause gebracht habe, aber dennoch keine Gymnasialempfehlung bekam – weil ihre Eltern ihr im Zweifelsfall nicht helfen könnten, hätte die Lehrerin argumentiert. Nach der Schule verbrachte Sezer für ihr Business-Studium mehrere Jahre im Ausland: „Denn nur dort konnte ich die Deutsche sein.“ So ging es vielen ihrer Mitstreiter von 2Hearts. Die Mitglieder werben bei Laschet für Initiativen wie ihr Mentorenprogramm. Gerne würden Sie ihr Programm mit Unterstützung der Regierung auch bundesweit ausrollen.

Gründer erhoffen sich einfachere Regeln für internationale Fachkräfte

Laschet nickt mitfühlend, hört zu und spricht vage über Bürokratieabbau. Konkrete Versprechen macht er nicht. Ohne dass ihn jemand darauf angesprochen hätte, gibt er von sich aus zu, dass bislang noch nichts Konkretes im Wahlprogramm der CDU stehe, was den Support für Menschen mit Migrationshintergrund angehe – und dass man solche Initiativen dennoch fördern könnte. Außerdem wolle er, wenn er denn Kanzler würde, dafür sorgen, dass auch bei den Stellenbesetzungen in den Ministerien mehr Fokus auf diverses Personal gelegt wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt und mit das größte Problem vieler Unternehmer – ob mit Migrationshintergrund oder nicht – ist es, gute Mitarbeiter zu finden. Das betont Choco-Gründer Daniel Khachab, dessen Team mittlerweile 150 Köpfe umfasst. Von denen sprechen laut Khachab gerade einmal 20 Prozent deutsch, die Firmensprache ist deshalb Englisch – 80 Prozent stammen aus anderen Ländern. „80 Prozent?“ Für Laschet scheint das schwer vorstellbar sein. „Und wo finden Sie diese Leute?“, fragt der Kandidat. Man beschäftige eben ein großes Recruitingteam, erklärt Khachab ihm nachsichtig und wirbt um einfachere Regeln, um internationale Fachkräfte anzustellen. Laschet nickt, dann muss er los.

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