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Finanzplanung für Haustiere: Was die tierischen Mitbewohner kosten

Stefanie Kühn
Finanzexpertin Yahoo Finanzen
Haustiere sind auch ein Kostenfaktor - hier erhalten Sie den Überblick (Foto: Getty Images)

Katzen, Hunde, Wellensittiche, Hamster und gar Hühner werden in Deutschland als Haustiere gehalten. Wer eines hat weiß – Haustiere kosten Geld. Während man sich über die Anschaffungskosten noch völlig im Klaren ist, werden die laufenden Kosten oftmals unterschätzt. Welpen oder Katzenbabys bekommen viele aus der Nachbarschaft, denn hier ist man froh, wenn der Nachwuchs gut untergebracht ist. Aber natürlich sind nach oben keine Grenzen beim Preis gesetzt – je nach Rasse und Stammbaum. Zwei Meerschweinchen sind für rund 50 Euro zu bekommen, ein Wellensittich für einen ähnlichen Preis.

Für alle Tiere benötigt man eine gewisse Grundausstattung: Fressnapf, Katzenklo, Leine, Käfig etc.. Hier kommt man oft mit ungefähr 100 Euro hin. Doch dann kommen die monatlichen Kosten für Futter, Katzenstreu oder Einstreu und Tierarztkosten für regelmäßige Impfungen und Checks.

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Bei diversen Foren und Verbänden findet man folgende Informationen zu den laufenden monatlichen Kosten:

  • Hunde: ca. 100 Euro

  • Katzen: ca. 80 Euro

  • Kleintiere wie Meerschweinchen: ca. 25 Euro

Über diese Kosten sollten sich die 34 Millionen Haushalte, die laut Statistischem Bundesamt Haustiere halten, im Klaren sein. Gerade wenn das Budget jeden Monat eng sind, dann können weitere 80 bis 100 Euro zur echten Belastung werden. Bei knapp 15 Millionen Katzen und knapp 9,5 Millionen Hunden in Deutschland leisten folglich einige Millionen Haushalte eine Ausgabe von 80 bis 100 Euro. Verstehen Sie mich nicht falsch – als zweifache Katzen- und vierfache Hühnerbesitzerin weiß ich um den Wert von Haustieren für eine Familie und für Kinder.

Aber es sollte nicht so sein, dass Haustiere ausgesetzt oder zurückgebracht werden, weil Sie feststellen, dass Sie die Ausgaben unterschätzt haben. Besser ist es, sich vorab zu überlegen, ob das monatliche Budget ausreichen wird.

Bedenken müssen Sie auch Sonderausgaben – eine „Katzenschlägerei“ mit verletztem Pfötchen ist schon einmal mit 70 Euro extra Tierarztkosten zu verbuchen. Ein abgebrochener Zahn, der entfernt werden muss, kostet rund 140 Euro.

Gerade bei Tierarztkosten stellt sich die Frage nach einer Versicherung für Katzen oder Hunde. Es gibt diese zwar, sie sind aber relativ teuer und in den Leistungen oftmals begrenzt. Die Beiträge reichen von 250 Euro pro Jahr bis über 1.000 Euro für einen Hund. Sinnvoll ist es hier vielleicht eher, jeden Monat eine bestimmte Summe auf ein Tagesgeldkonto zu legen und im Bedarfsfall dieses dann anzugreifen.

Für Hund ist außerdem eine Haftpflichtversicherung unbedingt empfehlenswert. In einigen Bundesländern ist sie sogar für alle Rassen vorgeschrieben. Diese kostet nicht viel, die meisten Rassen sind für unter 100 Euro pro Jahr versicherbar.

Haustiere werden bei guter Pflege ganz schön alt – Hunde im Schnitt 14 Jahre, Katzen 16 Jahre und auch Meerschweinchen bringen einige Jahre zusammen. Auch dies sollte in der „Finanzplanung für Tiere“ eingeplant werden.

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