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Jetzt doch Finale! Happy End nach deutschem Staffel-Drama

·Lesedauer: 2 Min.
Jetzt doch Finale! Happy End nach deutschem Staffel-Drama
Jetzt doch Finale! Happy End nach deutschem Staffel-Drama

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat erfolgreich um den Final-Start seiner Mixed-Staffel über 4x400 m bei den Olympischen Spielen in Tokio gekämpft. (”Bitterer Witz!” Deutscher Gegenprotest nach Staffel-Drama)

Einem erneuten Protest wurde am Samstagmorgen stattgegeben, der Endlauf in der olympischen Premiere dieser Disziplin findet nun am Samstag (14.35 Uhr MESZ) mit neun Teams statt. Dies teilte der DLV mit.

“Wir haben jetzt nochmal den Protest auf einer anderen Ebene begründet. Wir sind gespannt, wie das Thema ausgeht”, hatte der DLV-Vorstandsvorsitzende Idriss Gonschinska zuvor in der ARD gesagt.

Deutsche Mixed-Staffel doch im Olympia-Finale

Die USA hatten am Freitag ihren Vorlauf, in dem auch die Deutschen am Start waren, souverän gewonnen. Wegen eines vermeintlichen Wechselfehlers waren sie zwischenzeitlich aus der Wertung genommen worden. Auch die Dominikanische Republik stand wegen eines Regelverstoßes vor dem Aus. Beide Nationen legten erfolgreich Protest ein und begründeten dies mit organisatorischen Abläufen.

"Wir haben zwei klare Regelverstöße in der Sache. Das eine ist die Übergabe des Staffelstabs außerhalb des Wechselraums durch das amerikanische Team. Beim Team der Dominikanischen Republik hat es einen Aufstellungsfehler gegeben", sagte Gonschinska: "Jetzt haben wir eine Situation, dass ein Fehler mit einem anderen Fehler korrigiert wurde. Das ist unfassbar bitter für unsere Athleten."

Dass sowohl die USA als auch die Dominikanische Republik ohne Konsequenzen davonkamen, überraschte nicht nur Gonschinska.

“Auf dem Level, wir sind bei Olympischen Spielen, das sind Spitzenathleten - und alle anderen Athleten standen an der richtigen Position. Zumindest der Wechselfehler ist schon sehr ungewöhnlich”, meinte der DLV-Funktionär.

Busemann reagiert empört auf Staffel-Posse

Auch ARD-Experte Frank Busemann reagierte empört.

“Das ist ein bitterer Witz. Die können ja nicht an der Strecke festgenagelt werden. Die kennen die Regeln, die machen das seit Jahren, die sind bei Olympia, die wissen, beim Startschuss laufe ich los. Und das ist leider die Juristerei, die ich dann nicht verstehe”, kritisierte der Olympia-Zweite im Zehnkampf von 1996.

Die DLV-Staffel mit Marvin Schlegel (Chemnitz), Corinna Schwab (Chemnitz), Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (Oldenburg) und Manuel Sanders (Dortmund) hatte im Vorlauf in 3:12,94 Minuten für einen deutschen Rekord in der allerdings selten gelaufenen Disziplin gesorgt. Polen lief in 3:10,44 Minuten die schnellste Zeit.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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