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Die fetten Bayern-Jahre sind vorbei

Das ist keine schöne Nachricht für die Fans des FC Bayern, aber es deutet einiges daraufhin, dass die laufende Chaos-Saison nur der Anfang einer langen und ziemlich schwierigen Phase beim deutschen Rekordmeisters sein wird.

Nach Jahren der Dominanz mit zehn Meistertiteln in Serie haben sowohl strategische Fehlentscheidungen als auch eine Verkettung, zumindest aus Vereinssicht, unglücklicher Umstände dafür gesorgt, dass die Bayern im Jahr 2023 weitaus mehr Probleme als Dominanz haben!

Der Eindruck der Unschlagbarkeit ist einer allgemeinen Gewissheit gewichen, dass sie wieder zu packen sind. Für jeden Gegner. Dass es kein Fußballwunder mehr braucht, gegen Bayern München Tore zu schießen und Punkte zu holen. Sondern einfach eine anständige Leistung.

Felix Magath hat mal formuliert: „Disziplin bringt Erfolg. Aber Erfolg zerstört Disziplin.“ An diesem Punkt, das zeichnet sich deutlich ab, sind die Bayern. Ganz oben, im Vorstand, aber auch in Teilen der Mannschaft. Und im Team drumherum.

Diese Probleme hat der FC Bayern

Immer mehr, dieses Gefühl grassiert bei Mitarbeitern, gucken zuallererst auf sich. Welchen Schritt sie, persönlich, als nächstes machen könnten. Wie sie ihren eigenen Ruf verbessern und ihren „Marktwert“ steigern können. Statt als erstes, zweites und drittes an das Gemeinsame zu denken! An die Mannschaft, an die kollektiven Ziele und Herausforderungen.

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Es wird einige Zeit dauern, dieses Themas Herr zu werden. Teure Spieler, die ersetzt werden müssten, haben laufende, langfristige Verträge. Und viele Entscheider, gar nicht nur in der ersten Reihe, haben sich eingerichtet in der Wohlfühlwelt des mitgliederstärksten deutschen Sportvereins. Nach Veränderung ruft da kaum einer, viel zu ungemütlich.

Nun kommt aber noch ein anderer Punkt dazu, der die These, dass die fetten Bayern-Jahre erst einmal vorbei sind, deutlich unterstreicht: die Arbeit der anderen.

BVB und Leipzig machen Bayern Druck

Nicht nur der BVB mit Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke hat in den vergangenen Jahren so viele richtige Entscheidungen getroffen, dass gelegentliche Fehleinschätzungen gar nicht ins Gewicht fielen. Hervorragende Transfers, eine ausgezeichnete Trainerwahl und gut vorbereitete Wechsel im Management sind nur eine Auswahl von Themenbereichen, die die Dortmunder besser gestaltet haben als der FC Bayern.

Und Watzke, der BVB-Anführer, ist ja mittlerweile auch der oberste Bundesliga-Chef.

Aber auch Leipzig kommt. Den RB-Klub sehen viele in der Branche als größten Bayern-Herausforderer überhaupt. Die Möglichkeiten in Leipzig sind wahnsinnig groß, ihr Know-how sowohl im Geschäftlichen als eben im Fußball mittlerweile ebenso.

Unter Max Eberl, Rouven Schröder und Trainer Marco Rose braut sich, mit extremer Power und Unterstützung aus der Firmenzentrale (mit Oberboss Oliver Mintzlaff), richtig was zusammen. Das Leipziger Selbstbewusstsein ist riesig, sie wollen den FC Bayern auf Dauer ablösen. Das Potenzial dazu scheint mehr vorhanden als bei jedem anderen Herausforderer zuvor.

Bayern München bekommt in den nächsten Jahren, das ist sicher, die stärksten Gegner seit vielen, vielen Jahren.

Doch zunächst haben sie vor allem mit sich selbst zu tun. Und zwar einiges.