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Ferraris zum Spottpreis: Brasilianische Polizei hebt Fälscherwerkstatt aus

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Mit Kaufpreisen ab 45.000 US-Dollar für einen Lamborghini oder Ferrari hat ein Vater-Sohn-Gespann in Brasilien Autofans angelockt. Auf die Produktpiraten aufmerksam wurde die Polizei, weil sie dreist genug waren, ihre Ware im Internet anzubieten.

Es waren Mitarbeiter von Ferrari, die den Fälschern auf die Schliche kamen. (Bild: Getty Images)

Kleinkram wie gefälschte Uhren oder Designer-Handtaschen überließen zwei Brasilianer der Fälscherkonkurrenz. Der Vater und sein erwachsener Sohn setzten stattdessen auf vermeintliche Luxus-Autos, die sie in einer Werkstatt im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina selbst zusammenbauten, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

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Die brasilianische Polizei fand in der Werkstatt Fälschungen von Luxusautos. (Bild: AP)

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Vor Ort fand die Polizei acht gefälschte Lamborghinis und Ferraris, von denen manche schon verkaufsfertig zusammengebaut waren. Bislang steht nicht fest, woher die Bauteile stammen, die die beiden Betrüger für ihre Fälschungen verwendeten. Auf Fotos scheinen zumindest die Karosserien den Originalen der italienischen Hersteller täuschend ähnlich zu sehen. Die Sitze für die Fake-Ferraris und -Lamborghinis waren mit den entsprechenden Markenzeichen versehen, dazu fanden die Ermittler Embleme, die für die Lenkräder der Fahrzeuge bestimmt waren.

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Die Preise waren zu verräterisch

Die Männer, die unter dem Vorwurf der Verletzung von Markenrechten festgenommen wurden, hatten die gefälschten Autos über das Internet angeboten. Einen angeblichen Ferrari Portofino, der in der Basisversion rund 213.00 US-Dollar oder 190.000 Euro kostet oder den Lamborghini Huracan für 220.000 Euro gab es bei ihnen für Preise zwischen 45.000 und 60.000 US-Dollar.

Mitarbeiter von Ferrari und Lamborghini sollen im Netz auf die Angebote der Fälscher aufmerksam geworden sein und die Ermittler auf ihre Spur geführt haben. Über mögliche Käufer der gefälschten Autos wurde nichts bekannt.

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