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FDP-Wirtschaftspolitiker: DIHK-Konjunkturumfrage alarmierend

BERLIN (dpa-AFX) -Der FDP-Wirtschaftspolitiker Reinhard Houben hat Ergebnisse einer neuen Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) als alarmierend bezeichnet. "Die Bundesregierung plant umfangreiche Maßnahmen, um die Folgen der Krise abzumildern. Alle diese Maßnahmen werden jedoch nicht verhindern, dass die Energiepreise dauerhaft höher bleiben als vor der Krise", sagte Houben am Mittwoch in Berlin.

Zur Sicherung der Liquidität der Unternehmen müssten jetzt die privaten Banken, die in der Finanzkrise umfangreich vom Staat gestützt worden seien, ihren Beitrag leisten. "Sie stehen in der Verantwortung, der deutschen Realwirtschaft die Kredite zur Verfügung zu stellen, die sie braucht, um die Krise zu überstehen."

Nach der DIHK-Umfrage gehen 52 Prozent der Firmen davon aus, dass sich ihre eigenen Geschäfte in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern werden. Nur noch acht Prozent rechnen mit einer Besserung. Der DIHK erwartet nach einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,2 Prozent im laufenden Jahr im kommenden Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von rund drei Prozent.