Werbung
Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 46 Minuten
  • Nikkei 225

    38.787,38
    -132,92 (-0,34%)
     
  • Dow Jones 30

    40.003,59
    +134,19 (+0,34%)
     
  • Bitcoin EUR

    61.032,07
    -488,84 (-0,79%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.353,24
    -20,60 (-1,50%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.685,97
    -12,33 (-0,07%)
     
  • S&P 500

    5.303,27
    +6,17 (+0,12%)
     

FDP-Geschäftsführer Vogel: Grüne Gentechnik als Chance nutzen

BERLIN (dpa-AFX) -Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, spricht sich deutlich für die Deregulierung grüner Gentechnik aus. "Wir Freien Demokraten unterstützen die Kommission, wenn die politische Überregulierung für Pflanzen, die mit neuen Züchtungsmethoden erzeugt wurden, abgebaut werden soll", heißt es in einem Positionspapier des Politikers, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Damit geht Vogel auf Distanz zum grünen Koalitionspartner.

"Das Bestreben der EU-Kommission, die Risikoprüfung für Pflanzen, die mit neuen genomischen Techniken hergestellt sind, abzuschwächen, geht in die falsche Richtung", sagte ein Sprecher des von den Grünen geführten Bundesumweltministeriums im März. Vogel betont hingegen: "Wir müssen endlich aufhören, Grüne Gentechnik zu verteufeln und als unnatürlich darzustellen. Wir müssen den Fortschritt begrüßen und ihn nutzen, um unsere Zukunft besser zu machen." Er verweist auf mögliche Vorteile der neuen Gentechnikmethoden, die zu weniger Pestizideinsatz und widerstandsfähigeren Pflanzen führen könnten. Deutschland solle in der Debatte Treiber statt Träger von Bedenken sein.

Die EU-Kommission könnte im Sommer vorschlagen, Regeln zur Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu lockern. Knackpunkt ist die Frage, ob mit der sogenannten Genschere veränderte Organismen unter die strengen Auflagen des europäischen Gentechnikrechts fallen sollten oder nicht. Mit der Crispr/Cas9-Genschere ist es möglich, dass der Eingriff nicht größer ist als bei herkömmlichen Zuchtmethoden.