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"FAZ": Gruner und Jahr stellt "Financial Times Deutschland" ein

Hamburg (dapd). Der Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr (G + J) hat nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Einstellung der Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland" (FTD) beschlossen.

Die Wirtschaftsblätter "Impulse" und "Börse Online" sollen verkauft werden, berichtet die "FAZ" am Dienstag in einer Vorabmeldung und beruft sich auf einen Vorstandsbeschluss.

Ausschlaggebend für den Rückzug aus den Wirtschaftsmedien sei die schlechte Ertragslage: Sinkende Anzeigenerlöse und fallende Auflagen dürften in diesem Jahr zu einem Verlust von rund 15 Millionen Euro führen, davon entfallen laut "FAZ"-Bericht gut 10 Millionen Euro auf die "FTD".

Ein Sprecher des Verlags Gruner + Jahr lehnte auf dapd-Anfrage einen Kommentar zur dem "FAZ"-Bericht ab. Am Mittwoch kommt der Aufsichtsrat des Verlags zusammen, um über die "FTD" zu beraten.

Die Börsen- und Finanzzeitung "FTD" wurde im Jahr 2000 gegründet und schreibt seitdem rote Zahlen. Die tägliche verkaufte Auflage liegt bei 102.000 Stück. Zuletzt hatte Gruner + Jahr 2009 eine Sparrunde bei der Zeitung aufgelegt und die Redaktionen der "FTD" sowie "Capital" und "Impulse" aus Köln und "Börse Online" aus München in Hamburg zusammengelegt.

dapd