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Fastly: 3 Gründe, warum du im Dip zuschlagen solltest

Daniel Sparks
·Lesedauer: 4 Min.

Die Aktien des auf Edge-Computing spezialisierten Unternehmens Fastly (WKN: A2PH9T) sind jüngst abgerutscht. Das Technologieunternehmen überraschte die Anleger mit unerwartet schlechten Ergebnissen für das letzte Quartal. Seitdem haben die Aktien etwa 33 % ihres Werts eingebüßt.

Ist jetzt also ein guter Zeitpunkt, sich in diese Wachstumsaktie einzukaufen? Ich denke, schon – und hier sind drei Gründe dafür.

Doch zuerst schauen wir mal, was die Aktie ins Schlingern gebracht hat:

Was steckt hinter der revidierten Prognose?

Fastly schätzte die Einnahmen für den Zeitraum bis zum 30. September auf 70 bis 71 Mio. US-Dollar. Dies lag deutlich unter der ursprünglichen Prognose, die einen Umsatz zwischen 73,5 und 75,5 Mio. US-Dollar vorsah.

Das Unternehmen nannte zwei Hauptgründe für seine unerwartet schlechten Einnahmen. Erstens hat sich die Nutzung durch den größten Kunden von Fastly (ByteDance – das Unternehmen hinter TikTok) aufgrund des „unsicheren geopolitischen Umfelds des Kunden“ nicht so gut entwickelt wie erwartet. Zweitens nutzten andere Kunden die Angebote von Fastly gegen Ende des Quartals weniger häufig.

Es war dann also doch keine große Überraschung, dass die Aktien von Fastly so reagierten. Die Aktien waren im bisherigen Jahresverlauf um mehr als 500 % gestiegen. Die Erwartungen waren, gelinde gesagt, hoch. In der Tat liegt die Aktie jetzt immer noch 300 % über Jahresbeginn.

Warum ist dies also kein allzu großes Problem? Warum sollten Anleger nach wie vor erwägen, die Aktie nach dem Abrutsch zu kaufen?

1. Versetz dich in die Lage des Managements

Investoren sollten sich darüber im Klaren sein, dass es wahrscheinlich unglaublich schwierig ist, in diesen Zeiten Einnahmen zu prognostizieren. Insbesondere für ein Unternehmen, dessen Einnahmen durch die Nutzung seiner Plattform durch Kunden bestimmt werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Softwareunternehmen verfügt Fastly nicht über eine vorhersehbare Einnahmequelle für Software-Abos. Stattdessen funktioniert Fastly als Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Geschäftsmodell, bei dem die Einnahmen mit der Gesamtnutzung der Plattform steigen oder fallen. Dieses weniger vorhersehbare Geschäftsmodell wird wahrscheinlich dazu führen, dass die Einnahmen in unsicheren Zeiten erheblich von den Prognosen abweichen. Natürlich kann sich dies manchmal auch zum Vorteil des Unternehmens auswirken (wenn die Nutzung viel höher ist als erwartet).

2. Fastly bleibt grundsätzlich stark

In Fastlys Update vom 14. Oktober zu den vorläufigen Einnahmen für das dritte Quartal gab sich Fastly-CEO Joshua Bixby alle Mühe, den Investoren zu versichern, dass das zugrunde liegende Geschäft des Unternehmens stark bleibt: „Unsere vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal spiegeln die Herausforderungen eines nutzungsbasierten Modells wider. Wir glauben, dass die Grundlagen des Geschäfts von Fastly weiterhin stark sind. Genauso wie die Nachfrage nach unserer Plattform.“

Tatsächlich sieht die vorläufige Prognose von Fastly ein jährliches Umsatzwachstum von etwa 42 % vor. Dem Edge-Computing-Spezialisten geht es nicht nur gut – er floriert richtiggehend.

3. Die Aktien sind deutlich günstiger als zuvor

Dieser letzte Punkt ist wahrscheinlich der wichtigste: Investoren können derzeit Aktien zu einem viel niedrigeren Preis kaufen als noch vor ein paar Wochen. Leider ist dies jedoch vielleicht der stärkste Grund dafür, dass viele Anleger daran zweifeln, was sie von Fastly halten sollen.

Es ist nicht einfach, als Aktionär einen scharfen Abrutsch zu verkraften. Es ist oft genauso schwierig, eine Aktie zu kaufen, wenn sie fällt. Investoren könnten zum Beispiel darüber nachdenken, ob die Aktien weiter fallen. Aber ein 33-prozentiger Abrutsch in einem einzelnen Quartal, in dem die Einnahmen unter den Erwartungen lagen, ist wohl zu verkraften. Vor allem, wenn es sich um ein Unternehmen handelt, das noch immer extrem schnell wächst.

Investoren haben jetzt wieder einmal die Chance, Aktien von Fastly mit einer Marktkapitalisierung von unter 10 Mrd. US-Dollar zu erwerben. Das ist kein schlechter Deal für ein starkes Unternehmen in der schnell wachsenden Edge-Computing-Branche.

Sicherlich ist die Aktie noch immer kein absolutes Schnäppchen. Aber wer warten will, bis die Fastly-Aktie noch viel weiter abrutscht, wird wohl lange warten müssen. Dank des Geschäftsmodells, der riesigen Chance am Markt sowie steigender Einnahmen könnten die Aktien nicht viel billiger werden.

Wird die Aktie also jetzt gar nicht mehr weiter abrutschen? Bei einem Wachstumswert wie diesem ist mit Volatilität zu rechnen. Für Investoren, die heute Aktien kaufen und fünf Jahre oder länger halten, bin ich optimistisch. Jetzt wird rückblickend ein guter Einstiegspunkt in ein starkes Unternehmen gewesen sein.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Fastly. Daniel Sparks besitzt Aktien von Fastly. Dieser Artikel erschien am 21.10.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020