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Fast elf Jahre in Berlin: So lange müsst ihr beim Immobilienkauf allein für die Grunderwerbssteuer sparen

·Lesedauer: 2 Min.
Nicht nur die Immobilienpreise sind in Berlin im Vergleich zu anderen Bundesländern sehr hoch, sondern auch die Grunderwerbssteuer.
Nicht nur die Immobilienpreise sind in Berlin im Vergleich zu anderen Bundesländern sehr hoch, sondern auch die Grunderwerbssteuer.

Wer in Deutschland eine Immobilie kauft, der muss dafür nicht nur den Kaufpreis bezahlen, sondern auch die sogenannten Erwerbsnebenkosten. Neben den Kosten für den Notar und der Provision für den Makler zählt dazu auch die Grunderwerbssteuer. Sie wird von den Bundesländern prozentual vom Kaufpreis erhoben und liegt zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat nun berechnet, wie lange ein Paar im Durchschnitt sparen muss, um allein die Grunderwerbssteuer für ein Einfamilienhaus bezahlen zu können. Für Singles wurde der Zeitraum für eine Eigentumswohnung berechnet.

Im Schnitt vier Jahre und drei Monate

Demnach muss ein Paar in Deutschland beim Kauf eines Einfamilienhauses im Durchschnitt 5,5 Monatseinkommen sparen. Bei der durchschnittlichen Sparrate von 10,8 Prozent des Nettoeinkommens ergeben sich vier Jahre und drei Monate, die ein Paar für die Grunderwerbssteuer sparen muss. Bei einem Single sind es für eine Eigentumswohnung 4,6 Monatseinkommen, wobei sich die Sparzeit auf durchschnittlich drei Jahre und neun Monate beläuft.

Als Datengrundlage wurde bei den Paaren von 1,5 mittleren Bruttogehältern, von zwei Kinderfreibeträgen sowie zu entrichtender Kirchensteuer ausgegangen. Bei den Immobilienpreisen handelt es sich um mittlere Transaktionspreise aus dem Jahr 2020 für Immobilien in guter Lage und mit guter Ausstattung. Bei den Einfamilienhäusern wurde eine Wohnfläche von 130 Quadratmetern angenommen, bei der Eigentumswohnung 80 Quadratmeter.

Berlin: Zehn Jahre und sieben Monate

Regional gibt es große Unterschiede. In Berlin muss ein Paar im Schnitt zehn Jahre und sieben Monate sparen, um die Grunderwerbssteuer zu bezahlen. Auf Rang zwei liegt Düsseldorf. Dort liegt die Steuer mit 6,5 Prozent sogar einen halben Prozentpunkt höher als in Berlin, Paare müssen hier neun Jahre und neun Monate sparen. Betrachtet man die sieben größten Städte Deutschlands, so müssen Paare im Mittel laut dem IW acht Jahre und zwei Monate für ein Einfamilienhaus und Singles sieben Jahre und vier Monate für eine Eigentumswohnung sparen.

Schneller geht es hingegen in ländlichen Regionen Ostdeutschlands, Oberfranken und entlang der Grenzen zu Tschechien und Polen. Laut der IW-Analyse liegen die Landkreise, in denen am kürzesten gespart werden muss, in Sachsen und Bayern. Im oberfränkischen Wunsiedel im Fichtelgebirge muss ein Paar lediglich ein Jahr und sieben Monate sparen, um die Grunderwerbssteuer für ein Einfamilienhaus zu bezahlen.

Als Faustregel für den Immobilienkauf gilt, dass man die Erwerbsnebenkosten, zu denen die Grunderwerbssteuer zählt, aus Eigenkapital finanzieren sollte, um nicht auch noch dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen. Die Analyse zeigt: Wer nicht vermögend ist, der muss teils sehr lange sparen. Und das nur für die Steuer.

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