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Familienministerin: Länder müssen jetzt Kita-Öffnungen regeln

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Länder aufgefordert, jetzt zügig Konzepte zur Öffnung ihrer Kitas vorzulegen. Wenn jetzt Geschäfte, Hotels, Restaurants und viele andere Bereiche wieder öffneten und mehr Eltern wieder arbeiten gingen, bräuchten diese auch eine gute Betreuung für ihre Kinder. "Sonst funktioniert das Gesamtsystem nicht", sagte die SPD-Politikerin nach der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise am Mittwoch.

Sie appelliere deshalb an die Länder, nun zeitnah Regelungen für die Aufnahme des eingeschränkten Regelbetriebs an den Kitas zu treffen und konkrete Daten zu nennen, wann welche Kinder wieder ihre Kita oder ihre Kindertagespflege besuchen könnten, auch wenn das nur mit Einschränkungen gehen könne.

Merkel und die Länderchefs hatten zuvor vereinbart, dass alle Geschäfte wieder aufmachen dürfen. Außerdem öffnen in den kommenden Tagen die ersten Restaurants und Biergärten wieder.

Jeder Schüler und jedes Vorschulkind soll vor dem Sommer möglichst noch mindestens einmal die Schule oder die Kita besuchen. Einzelheiten sollen die Länder regeln, heißt es in dem Beschluss Merkels und der Ministerpräsidenten. Einige Länder hatten bereits die Notbetreuung ausgeweitet und auch weitergehende Kita-Öffnungspläne bekanntgegeben.