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Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen eingebrochen

Mit Mundschutz in die S-Bahn.

Wegen eingeschränkter Verbindungen und aus Angst vor einer Infektion meiden viele Menschen Busse und Bahnen. Besonders stark sind die Fahrgastzahlen im Eisenbahnnahverkehr einschließlich S-Bahnen gefallen.

Wiesbaden (dpa) - Die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen sind wegen der Corona-Krise eingebrochen. Da viele Verkehrsunternehmen Verbindungen einschränkten und Menschen aus Furcht vor Infektionen fern blieben, gingen die Zahlen im ersten Quartal um elf Prozent zurück.

Für ihre Schätzung hat das Statistische Bundesamt dafür die Daten einiger großer Verkehrsfirmen ausgewertet. Besonders stark fielen demnach die Fahrgastzahlen im Eisenbahnnahverkehr einschließlich S-Bahnen. Hier erwarten die Statistiker ein Minus von 15 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum. Im Straßenbahnverkehr, zu dem Stadtbahnen, Hoch- und U-Bahnen sowie Schwebebahnen zählen, sowie im Busverkehr sanken die Fahrgastzahlen um 9 Prozent. Im Eisenbahnfernverkehr errechneten die Statistiker einen Rückgang von 13 Prozent im Zeitraum Januar bis März.

Im gesamten Eisenbahnverkehr, wo die Behörde detaillierte Daten hat, ist der Corona-Einbruch deutlich sichtbar: Während die Fahrgastzahlen im Nah- und Fernzügen im Januar und Februar noch das übliche Niveau erreichten, brachen sie im März um rund 40 Prozent ein.

Die Deutsche Bahn hatte in der Krise Verbindungen ausgedünnt. Die Mobilität kam zudem zum Erliegen, da viele Arbeitnehmer von zu Hause arbeiten oder wegen der Kontaktbeschränkungen auf Reisen verzichteten. Die Eisenbahngewerkschaft EVG erwartet keine schnelle Erholung: Die Fahrgastzahlen im Fernverkehr dürften frühestens 2022 wieder das Niveau von 2019 erreichen, erklärte sie jüngst.