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Fahrerinnen und Fahrer von Lieferando bekommen Dienstfahrrad und -smartphone

·Lesedauer: 2 Min.
Lieferando-Fahrer in Berlin im April 2020 (AFP/David GANNON)

Der Essenslieferdienst Lieferando verbessert die Arbeitsbedingungen und erhöht den Lohn: Fahrerinnen und Fahrer würden ein Dienst-Fahrrad und ein Dienst-Smartphone inklusive Daten-Flatrate angeboten, teilte Lieferando am Montag mit. Der Basislohn sei seit 1. Januar auf elf Euro pro Stunde gestiegen. Vorher betrug er zehn Euro.

Die Branche der Essens- und Lebensmittellieferdienste boomt. Fahrerinnen und Fahrer sind für die Unternehmen zunehmend schwer zu finden.

Lieferando-Manager Alexander Linden erklärte am Montag: "Unsere Kuriere leisten eine hervorragende Arbeit für unsere Restaurantpartner und Kunden. Wir unterstützen sie dabei mit einem einzigartigen Gesamtpaket aus einer unbefristeten Direktanstellung, erstklassigen Bezahlung und einzigartigen Ausrüstung."

Ab Februar sollen alle Beschäftigten wählen können zwischen einem von Lieferando gestellten Fahrrad, einem Leasing-Rad oder dem eigenen Rad. Bislang war dies nur in 15 Großstädten der Fall; Lieferando ist in rund 60 Städten präsent. Bei Leasing oder Nutzung des eigenen Rads zahlt das Unternehmen eine Kilometerpauschale. Die Leasingräder können die Kuriere vergünstigt mieten.

Alle rund 10.000 Fahrerinnen und Fahrer sollen ab Februar bis Ende März ein Smartphone mit Daten-Flatrate zur dienstlichen Nutzung bekommen. Es sei wasserdicht und stoßfest, teilte Lieferando mit. Ein Wartungs -und Schadenservice sei inbegriffen.

Der Lohn von elf Euro pro Stunde werde unabhängig davon ausgezahlt, wie viel die Kuriere ausliefern, ob sie auf eine Bestellung warten oder krankgeschrieben oder im Urlaub sind, wie Lieferando betonte. Hinzu kämen Liefer-Boni und Kilometerpauschalen. Laut Lieferando ermöglichen diese Verdienste von bis zu 18 Euro pro Stunde; im deutschlandweiten Monatsdurchschnitt sind es demnach mehr als 13 Euro.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hatte im Sommer einen Stundenlohn von mindestens 15 Euro für Lieferando-Beschäftigte gefordert. Beschäftigte des Lieferdienstes verlangen demnach zudem die Zahlung eines 13. Monatsgehalts, Zuschläge für Schichten am Abend, an Sonn- und Feiertagen, sechs Wochen Urlaubsanspruch und die volle Bezahlung der letzten Fahrt zurück an den Wohnort.

Das Unternehmen stellt seine Kuriere seit 2016 regulär an und bietet nach eigenen Angaben seit November 2021 unbefristete Verträge. Im Schnitt liefern die Kuriere demnach zwei Bestellungen pro Stunde aus und fahren rund fünf Kilometer pro Stunde. Lieferando gehört zum niederländischen Konzern Just Eat Takeaway.

ilo/jm

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