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Auch Fachverbände gegen Reform zur Betreuung junger Arbeitsloser

BERLIN (dpa-AFX) -Die Reformpläne der Bundesregierung zur künftigen Betreuung Hunderttausender junger Arbeitsloser sind auch bei den Fachverbänden der Jugendhilfe auf Ablehnung gestoßen. Sieben Verbände, darunter auch die der katholischen und evangelischen Kirche, appellierten in einem offenen Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), das Vorhaben zu stoppen. Es bestünde die Gefahr, dass "die Wahrscheinlichkeit der Verarmung junger Menschen" dadurch erhöht werde. "Die Qualität und die Struktur bewährter Angebote und Hilfeleistungen für die jungen Menschen müssen erhalten bleiben", heißt es in dem Schreiben vom Dienstag. Dies gelte besonders für schwer erreichbare Jugendliche und andere, die auf besondere Unterstützung angewiesen sind.

Es geht um das Vorhaben von Heil und Finanzminister Christian Lindner (FDP), dass junge Arbeitslose künftig nicht mehr von den Jobcentern betreut werden sollen, sondern von den Arbeitsagenturen. Die Jobcenter betreuen die Menschen, die Bürgergeld beziehen, und bieten mehr Förderung an. Die Arbeitsagentur ist etwa zuständig, wenn jemand arbeitslos wird, der davor in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. Für die betroffenen rund 700 000 Unter-25-Jährigen würde durch die Änderung künftig die Arbeitslosenversicherung aufkommen. Entlastet würde stattdessen der entsprechende Etat des Arbeitsressorts, und zwar um rund 900 Millionen Euro aus Steuermitteln für die Grundsicherung jährlich.

Bei Sozialpolitikern der Grünen und parteiübergreifend in den Bundesländern waren die Pläne ebenfalls auf Kritik gestoßen. Mit dem Kabinettsbeschluss zum Haushaltsfinanzierungsgesetz war die Änderung im August auf den Weg gebracht worden.