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Fachkräftemangel in der Schuldnerberatung - Folgen für Betroffene

FRANKFURT (dpa-AFX) -Immer mehr Schuldnerberatungsstellen kämpfen nach Angaben des Fachverbandes BAG-SB mit Fachkräftemangel. Das hat Folgen für Betroffene mit Schuldenproblemen. Im Moment dauere es in der Regel mehrere Monate bis zum Erstgespräch, sagte die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (BAG-SB), Ines Moers, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben aber auch schon von Wartezeiten von bis zu eineinhalb Jahren gehört."

In akuten Notsituationen, etwa wenn der Strom abgestellt werden solle oder der Verlust der Wohnung drohe, versuchten Beratungsstellen mit einer Notfallberatung noch während der Wartezeit zu helfen. Derzeit suchen Verbraucherinnen und Verbraucher nach Angaben der BAG-SB zunehmend auch wegen der hohen Energiepreise Hilfe bei den Beratern. Die gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten treffen Studien zufolge Menschen mit niedrigerem Einkommen besonders hart.

Die Zahl der offenen Stellen ist Moers zufolge bei den bundesweit etwa 1400 Beratungsstellen deutlich gestiegen. Sie verweist auf Daten der Bundesagentur für Arbeit, wonach zum Stichtag 10. Mai rund 13 600 offene Stellen für Sozialarbeiter gemeldet waren. Die Schuldnerberatung ist klassischerweise ein Feld der Sozialarbeit. Fachkräfte mit Zusatzausbildung seien selbst über den spezialisierten Stellenmarkt des Verbands kaum zu finden, berichtete Moers.

Genaue Daten, wie viele Stellen in anerkannten Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen bundesweit fehlen, gibt es Moers zufolge nicht. Die Berufsbezeichnung "Schuldnerberater/Schuldnerberaterin" ist in Deutschland nicht geschützt.