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Facebook-Namensänderung: Die falsche Meta-Aktie

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Die kanadische Firma "Meta Materials" konnte sich über einen rasant steigenden Marktwert freuen. Doch dahinter steckte eine simple Namensverwechslung.

Ein Smartphone mit dem neuen Logo des Facebook-Mutterkonzerns Meta.
Facebook heißt jetzt Meta. Daran müssen sich anscheinend auch die Investoren erstmal gewöhnen. (Bild: REUTERS/Dado Ruvic/Illustration)

Ein ähnlicher Name, ein aufgeheizter Aktienmarkt und schon ist ein sogenannter "Meme-Stock" erschaffen. Genau das passierte mit dem kanadischen Unternehmen "Meta Materials". Die Firma aus Dartmouth in Nova Scotia beschäftigt sich mit Materialwissenschaften. Dort wird zum Beispiel an der Technologie geforscht, die nur bestimmte Lichtfarben durch ein Material dringen lässt oder die unsichtbare Fensterheizungen in Autos ermöglicht. Doch damit hatte das plötzliche Marktinteresse rein gar nichts zu tun. Vielmehr glaubten Investoren, frühzeitig auf den neuen Facebook-Zug aufspringen zu können.

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Am Donnerstag hatte nämlich Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg verkündet, das Unternehmen werde seinen Namen ändern. Ab dem 1. Dezember soll der Mutterkonzern "Meta Platforms" heißen. Die Abkürzung am Aktienmarkt lautet ab dann MVRS. Das Kürzel des kanadischen Materialunternehmens lautet zwar MMAT, doch das schien einige eifrige Investoren nicht zu kümmern. Sie ließen die Aktie sprunghaft ansteigen, zwischenzeitlich um 25 Prozent.

Grüße an Facebook

George Palikaras, Geschäftsführer von "Meta Materials", freute sich über die Aufmerksamkeit und nutzte den unverhofften Boom für ein bisschen Social-Media-Marketing. Palikaras postete auf seinem Twitter-Account einen Gruß an Facebook: "Ich würde gerne Facebook ganz herzlich im #metaverse willkommen heißen."

Selbst mit dem kurzen Aufschwung ist seine Firma mit einem Marktwert von etwa anderthalb Milliarden US-Dollar nur einen Bruchteil von Zuckerbergs Social-Media-Imperium wert. Beide Hauptsitze liegen über 6000 Kilometer voneinander entfernt. Bei einem Panel in der kommenden Woche wird es aber dennoch zu einem Aufeinandertreffen der künftigen Namensvettern kommen. Bei dem Online-Panel diskutieren die kanadischen Material-Experten mit Mitgliedern des "Facebook Reality Lab" über die Zukunft von Augmented-Reality-Brillen.

Wie CNBC berichtete, ist "Meta Materials" übrigens nicht zum ersten Mal zu einem Meme-Stock geworden. Bereits im Juni schoss die Aktie um fast 60 Prozent in die Höhe. Dagegen ist der aktuelle Hype durch Facebooks Namensänderung geradezu bescheiden.

Im Video: Facebook heißt jetzt Meta - und das Netz lacht darüber

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