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Facebook macht Rückzieher: WhatsApp bleibt vorerst werbefrei

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo

Facebook hatte angekündigt, WhatsApp-Nutzen ab Anfang 2020 Werbung anzuzeigen. Die Pläne hat der Mutterkonzern des Messengers jedoch auf Eis gelegt.

Facebook macht einen Rückzieher: Der Kurznachrichtendienst WhatsApp bleibt vorerst werbefrei. (Bild: Omar Marques / SOPA Images/ddp/Sipa USA)
Facebook macht einen Rückzieher: Der Kurznachrichtendienst WhatsApp bleibt vorerst werbefrei. (Bild: Omar Marques / SOPA Images/ddp/Sipa USA)

Eigentlich sollte sich der Kurznachrichtendienst WhatsApp ab Januar dieses Jahres zusätzlich durch Werbung finanzieren. Diese Pläne hat der Mutterkonzern Facebook jedoch ad acta gelegt. WhatsApp-Nutzer werden also auch weiterhin werbefrei mit ihren Freunden chatten können. Ob es dabei bleiben wird, ist jedoch ungewiss.

Wie das Wirtschaftsmagazin Wall Street Journal unter Berufung auf Insider berichtet, sei die für die Integration von Werbung in WhatsApp zuständige Abteilung aufgelöst worden. Grund für den Rückzieher soll Berichten zufolge die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sein. Die Funktion, die dafür sorgt, dass nur die Kommunikationspartner die jeweilige Nachricht entschlüsseln können, soll sich mit Werbung nicht vertragen. Um Werbung zu schalten, müsste die Verschlüsselung aufgehoben werden.

Facebook hatte vergangenes Jahr angekündigt, dass in WhatsApp ab dem 1. Januar 2020 Werbung ausgespielt wird. Die Anzeigen sollten in den Chats und im Statusbereich angezeigt werden. Sogar einen Programmcode soll es dafür schon gegeben haben. Er sei gelöscht worden.

Geld verdienen will Facebook mit WhatsApp zunächst mit der Business-Variante des Messengers.(Bild: ddp/abaca press)
Geld verdienen will Facebook mit WhatsApp zunächst mit der Business-Variante des Messengers.(Bild: ddp/abaca press)

Wie will Facebook mit WhatsApp Geld verdienen?

Über einen Sprecher ließ Facebook die Nachricht bestätigen. Ob die Werbepläne ganz vom Tisch sind, ist unklar. Fest steht, dass WhatsApp künftig über andere Wege Geld in die Kassen von Facebook spülen müssen wird. Dazu wird der Mutterkonzern stärker auf Unternehmen setzen. Neue Dienste in WhatsApp Business sollen den Messenger für sie attraktiv machen, dafür müssen sie aber auch zahlen. Eine Funktion sieht vor, dass Unternehmen ihre Waren und Dienstleistungen in der App präsentieren können. Ein weiteres Angebot ist die direkte Kommunikation zwischen Firmen und Kunden. Kleinunternehmer können diese Funktion seit Anfang 2018 bereits nutzen, in Zukunft will Facebook sie auch größeren Firmen zur Verfügung stellen.

Mit diesen und weiteren Diensten soll sich für Facebook die Investition in WhatsApp endlich lohnen. Das soziale Netzwerk von Gründer und Chef Mark Zuckerberg hatte den Kurznachrichtendienst 2014 für 22 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Sonderlich rentabel war das Geschäft für den Online-Riesen bisher nicht.