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Facebook-Chef Mark Zuckerberg benutzt Konkurrenz-App Signal

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 3 Min.

Mark Zuckerberg ist Herr über Facebook und WhatsApp. Der Unternehmer selbst scheint in Sachen Kommunikation aber lieber auf die Messenger-App Signal zu setzen.

NEW YORK, NY - OCTOBER 25: Facebook CEO Mark Zuckerberg speaks about the new Facebook News feature at the Paley Center For Media on October 25, 2019 in New York City. Facebook News, which will appear in a new dedicated section on the Facebook app, will offer stories from a mix of publications, including The New York Times, The Wall Street Journal and The Washington Post, as well as other digital-only outlets.(Photo by Drew Angerer/Getty Images)
Mark Zuckerberg (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Facebook und WhatsApp bestimmen wesentlich, wie wir uns heute miteinander vernetzten. Ironischerweise kommuniziert ausgerechnet der Chef beider Dienste, Mark Zuckerberg, mit dem Produkt eines anderen Anbieters. Laut Cyberexperte Dave Walker benutzt er dafür den Krypto-Messenger Signal.

Mit Datenbankchecks: Verbrannten Passwörtern auf der Spur

Auf dem sozialen Netzwerk Twitter macht Walker die Nachricht publik. "Angesichts der aktuellen Entwicklung respektiert auch Mark Zuckerberg seine Privatsphäre, indem er einen Chat-Dienst benutzt, der eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und nicht zu Facebook gehört", schreibt er. Als Beleg postet er einen Screenshot, dem neben der unkenntlich gemachten Handynummer des Facebook-Chefs auch die Ankündigung zu entnehmen ist, dass Zuckerberg jetzt bei Signal angemeldet sei.

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"Angesichts der aktuellen Entwicklung"? Walker bezieht sich auf das vor wenigen Tagen bekanntgewordene Datenleck, das auf einen zwei Jahre alten Hackangriff auf Facebook zurückgeht. Infolgedessen kursieren im Netz seit einigen Tagen die Daten von mehr als 530 Millionen Nutzern, darunter Namen, Geburtstage, Handynummer und E-Mail-Adressen.

Mark Zuckerbergs Daten auch geleakt

Von dem Datenleck blieb offenbar auch Mark Zuckerberg nicht verschont. Auch das behauptet Cyberexperte Walker. Die Handynummer des Unternehmers, die er in seinem Post nennt, stehe im Zusammenhang mit dem Facebook-Leak, meint er. Und in einem früheren Twitter-Eintrag schreibt er: "Mit Blick auf das #FacebookLeak, von dem 533M[illionen] Menschen betroffen sind", sei es "ironisch", dass der Facebook-Chef "leider auch Teil des Leaks" sei.

Apps: Sie greifen viele Daten ab

Zuckerberg benutzt Signal – die Nachricht mag aus Facebook-Sicht ein PR-Fauxpas sein, den immer stärker werdenden Konkurrenten wird sie dagegen freuen. Einen Seitenhieb auf die Mitbewerber kann sich der Betreiber jedenfalls nicht verkneifen. "Indem mit dem 15. Mai die Frist für die Zustimmung der Richtlinien von WhatsApp immer näher rückt", heißt es hierzu in einem Twitter-Kommentar, "geht Mark Zuckerberg mit gutem Beispiel voran".

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Kontroversen um Facebook

Auch diese Spitze zielt auf eine Kontroverse rund um Facebook. Nutzer von WhatsApp haben bis zum genannten Datum Zeit, den neuen Nutzungsbedingungen des Dienstes zuzustimmen. Tun sie das nicht, werden sie auf die App nur eingeschränkt zugreifen können, bevor WhatsApp ihr Konto löscht. Aufgrund der hier geltenden Datenschutzgesetze gelten die neuen Regelungen nicht für Nutzer in der EU.

Facebook: Sind Sie von dem Datenklau betroffen?

In den neuen WhatsApp-Richtlinien ist festgelegt, wie und welche Nutzerdaten des Messengers von Facebook verarbeitet werden. Kritiker befürchten, der Mutterkonzern könnte die Informationen unter anderem zur Optimierung von Werbeanzeigen benutzen. Die Betreiber weisen die Vorwürfe zurück, ihre Position ist in der Datenschutzrichtlinie von WhatsApp untermauert: "Keine der Informationen, die WhatsApp auf dieser Grundlage weitergibt", heißt es da, "dürfen für die eigenen Zwecke der Facebook-Unternehmen verwendet werden".

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