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Du fürchtest den Ausgang der US-Wahl? Hier ist, was Warren Buffett sagt!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Die US-Wahl rückt definitiv näher. Das erste TV-Duell zwischen dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und Herausforderer Joe Biden hat gezeigt: Es droht ein heißer finaler Wahlkampf. Der wiederum könnte auch die Börsen in Aufruhr versetzen.

Je nach Wahlausgang werden die Aktienkurse möglicherweise steigen oder fallen. Investoren rechnen beispielsweise damit, dass Biden die Steuerreform von Trump rückgängig machen könnte. Das würde Gewinne möglicherweise reduzieren. US-Präsident Trump bleibt hingegen einfach Trump. Die letzten vier Jahre dürften ein Zeugnis dessen gewesen sein, was unter einer weiteren Regentschaft möglich wäre.

Wie auch immer: Wenn du den Ausgang der US-Wahl fürchtest, lass uns heute einen Blick auf eine Aussage von Warren Buffett riskieren. Möglicherweise wird diese dir deinen Kopf wieder etwas geraderücken.

Das hat Warren Buffett zur US-Wahl gesagt

Warren Buffett hat sich, soweit ich weiß, in diesem Jahr noch nicht zu einem möglichen Ausgang der US-Wahl geäußert. Wohl allerdings nach der letzten Wahl, als Trump sich überraschend gegen Clinton durchgesetzt hat. Damals sagte das Orakel von Omaha jedenfalls einen sehr bemerkenswerten Satz, der auch heute wieder relevant sein dürfte:

Der Aktienmarkt wird in zehn, 20 oder 30 Jahren höher als jetzt sein.

Uff, das hast du jetzt nicht erwartet? Aber eigentlich ist das eine sehr, sehr typische Aussage für Warren Buffett, die seinen Ansatz definiert. Warren Buffett erinnert mit diesem Zitat daran, was langfristig das Entscheidende ist: Ein langfristiger Ansatz beim Investieren. Und eine weitere mögliche Präsidentschaft von Trump oder auch eine neue Präsidentschaft von Biden werden wenig daran verändern, dass die gesamte US-Wirtschaft über Jahre und Jahrzehnte hinweg Gewinne einfahren wird. Das kann auch bei uns Foolishen Investoren den Fokus wieder verändern.

Die US-Wahl nicht überbewerten

Generell existieren viele Prognosen, wie sich eine US-Wahl auf Aktienkurse und die Wirtschaft auswirkt. Was diese Prognosen allerdings alle gemein haben, ist, dass sie vergleichsweise kurzfristig sind. So gibt es beispielsweise Aussagen darüber, dass Wahljahre generell eher durchwachsene Jahre sind.

Oder lediglich mittelfristig. Der Blick richtet sich zwangsläufig auf die nächsten vier Jahre der Präsidentschaft und nicht weiter. Warren Buffett bewertet eine einzige Wahl allerdings nicht über, sondern richtet seinen Fokus auf die kommenden zehn Jahre und länger. Das heißt, dass das einen Zeitraum umfasst, in dem es nicht bloß einen Präsidenten geben wird, sondern mehrere. Die allesamt Dinge richtig machen können. Oder auch falsch im Sinne der Aktienmärkte. Aber dem Orakel von Omaha geht es um die Grundtendenz langfristig steigender Aktienmärkte.

Das wiederum sollten auch wir beherzigen, wenn wir investieren. Selbst wenn die Aktienmärkte durch die US-Wahl daher volatil werden, sollten wir das lediglich als eine sehr, sehr kurzfristige Phase in unserem Anlagehorizont betrachten.

Kein einschneidendes Erlebnis

Angst vor der US-Wahl dürfte daher nicht angebracht sein. Alle vier Jahre wird schließlich erneut ein Präsident in den USA gewählt. Das kann die Börsen zwar irgendwie tangieren. Allerdings ist das nicht der Effekt, auf den Foolishe Investoren achten sollten.

Nicht die nächsten Jahre sind kriegsentscheidend, sondern die nächsten Jahrzehnte. Warren Buffett hat das mit seiner Aussage sehr klar und deutlich formuliert. Auch wir sollten diesem Beispiel folgen und nicht kurzfristig in Angst und Panik verfallen.

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