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Für Radler gilt die "Auto-Ampel"

München (dapd). Viele Radfahrer glauben nach Beobachtungen des Autoclubs KS in München anscheinend, dass an einer Ampelkreuzung für sie die Fußgängerampel gilt, vor allem wenn der Radweg neben dem Bürgersteig verläuft. Doch laut Straßenverkehrsordnung (Paragraf 37, Abs. 2, Nr. 6) haben Radfahrer "die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten. Davon abweichend haben Radfahrer auf Radverkehrsführungen die besonderen Lichtzeichen für Radfahrer zu beachten."

Das heiße, dass sich Radler grundsätzlich nach den Grün- oder Rotphasen für den Autoverkehr richten müssten, sagt KS-Sprecher Thomas Achelis. Es sei denn, es gebe eine eigene Ampel für den Radverkehr, die etwas anderes anzeige. "Hat also der Autoverkehr grün, die Fußgängerampel zeigt jedoch bereits rot, kann der Radfahrer auch auf dem Radweg noch über die Kreuzung fahren. Ist jedoch in der roten Fußgängerampel auch ein Radsymbol enthalten oder zeigt eine eigene Fahrradampel rot, dann heißt es stopp für den Radler", sagt der KS-Sprecher.

dapd