Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.476,43
    -32,76 (-0,21%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.257,98
    +16,86 (+0,40%)
     
  • Dow Jones 30

    33.926,01
    -127,93 (-0,38%)
     
  • Gold

    1.877,70
    -53,10 (-2,75%)
     
  • EUR/USD

    1,0798
    -0,0113 (-1,04%)
     
  • BTC-EUR

    21.584,28
    -360,78 (-1,64%)
     
  • CMC Crypto 200

    535,42
    -1,43 (-0,27%)
     
  • Öl (Brent)

    73,23
    -2,65 (-3,49%)
     
  • MDAX

    29.778,59
    -30,33 (-0,10%)
     
  • TecDAX

    3.338,57
    +2,59 (+0,08%)
     
  • SDAX

    13.494,83
    -5,62 (-0,04%)
     
  • Nikkei 225

    27.509,46
    +107,41 (+0,39%)
     
  • FTSE 100

    7.901,80
    +81,64 (+1,04%)
     
  • CAC 40

    7.233,94
    +67,67 (+0,94%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.006,96
    -193,86 (-1,59%)
     

Für diesen Flugsimulator bekommt ein Schweizer Startup Millionen aus dem Silicon Valley

Im Vergleich zu den herkömmlichen Übungsgeräten sollen die Geräte der Schweizer Firma deutlich kleiner und günstiger sein. - Copyright: Loft Dynamics
Im Vergleich zu den herkömmlichen Übungsgeräten sollen die Geräte der Schweizer Firma deutlich kleiner und günstiger sein. - Copyright: Loft Dynamics

Wer Pilot werden will, muss viel Geld für die Ausbildung zahlen. Die Trainings sind kostenintensiv, vor allem die Flüge im Simulator. Ein solches Gerät kostet Ausbildungsstätten häufig mehrere Millionen Euro. Einigen Betreibern ist das allerdings zu viel Geld. Daher führen sie Testflüge unter realen Bedingungen durch, so erzählt es Fabian Riesen gegenüber dem Handelsblatt. Die Folge: Eine Menge Unfälle.

Riesen ist Gründer und CEO des Schweizer Startups Loft Dynamics. Sein Startup entwickelt Flugsimulatoren, die mit VR-Brillen funktionieren. Die Brillen des Startups erstellen eine künstliche Wirklichkeit, sodass die Szenarien in dem kleinen Cockpit-Gestell realistischer abgebildet werden können. Dazu gehören heikle Szenarien wie Brände im Flugzeug, Notlandungen in der Stadt oder Nachteinsätze bei Wind und Wetter. Zwischenfälle, die sich eben nur schlecht in der Realität üben lassen.

Zehnmal kleiner und zwanzigmal billiger

Bisher üben Piloten häufig noch in Simulatoren, die aus richtigen Original-Cockpits bestehen, sehr teuer sind und auch viel Platz in Anspruch nehmen. Im Vergleich zu den herkömmlichen Übungsgeräten sollen die Geräte der Schweizer Firma dem Handelsblatt zufolge zehnmal kleiner und zwanzigmal günstiger sein. Eben, weil ein einfaches Gestell mit Pedal und Instrumentendeck ausreicht. Die VR-Brille soll den Rest übernehmen.

Das Konzept scheint zu überzeugen: Loft Dynamics bedient bereits Kunden wie Airbus Helicopters und Air Zermatt. Nun hat die Firma mit Sitz in Zürich umgerechnet rund 19 Millionen Euro (20 Millionen US-Dollar) von Investoren eingesammelt. Amerikanische Technologie-Investoren wie Craft Ventures aus dem Silicon Valley, der Earthlink-Erfinder und Millionär Sky Dayton sowie Up Ventures aus Großbritannien führen die Runde an. Mit der Finanzspritze ging auch eine Umbenennung der Firma einher, die vorher VRM Switzerland hieß.

EU-Luftfahrtbehörde wurde über Youtube aufmerksam

Fabian Riesen hat Loft Dynamics 2016 gegründet. Der Ingenieur und Informatiker arbeitete zuvor 21 Jahre lang beim US-Technologiekonzern Cisco. Heute schreibe seine VR-Firma schwarze Zahlen, so berichtet es die NZZ. Mit der jüngsten Kapitalspritze soll die Expansion ins Ausland vorangetrieben werden. So arbeite man etwa auf entsprechende Zulassungen in den USA hin. Zudem soll das Personal von derzeit 35 Personen bis Ende 2023 verdoppelt werden. Ferner peile das Startup an, Simulatoren für weitere Geräte wie Flugtaxen, Business-Jets und Passagierflugzeuge zu entwickeln.

Loft Dynamics habe bereits zwei Zulassungen von der Flugsicherheitsbehörde der EU erhalten, zuletzt für einen Simulator für einen weitverbreiteten Airbus-Helicopter. Damit ist das Schweizer Startup eigenen Angaben zufolge der weltweit erste Anbieter von VR-betriebenen-Simulatoren, die von einer großen Luftfahrtbehörde qualifiziert worden ist. Einem NZZ-Bericht zufolge soll die Behörde über ein Youtube Video auf den neuartigen Simulator des Startups aufmerksam geworden sein.

Der tägliche Wahnsinn auf vielen Flughäfen ist Ausdruck einer verfehlten Planung.
Der tägliche Wahnsinn auf vielen Flughäfen ist Ausdruck einer verfehlten Planung.