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Fünf Themen des Tages: Robinhood-IPO, Amazon-Zahlen, BIPs

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Amazons Corona-Bonus schwindet, Airline-Optimismus gedämpft, europäische Aktien fallen, deutsche Erholung enttäuscht, und Robinhood fällt bei Kleinanlegern durch. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Amazons Corona-Bonus schwindet

Amazon bekommt zu spüren, dass Verbraucher wieder Erlebnisse in der realen Welt wollen. Während der Coronavirus-Pandemie war der US-Gigant zur unentbehrlichen Quelle für Online-Einkäufe geworden, nun aber kehren geimpfte Verbraucher zu alten Gewohnheiten wie Reisen und Restaurantbesuchen zurück. Der weltgrößte E-Commerce-Händler hat am Donnerstag Umsätze gemeldet und eine Prognose vorgelegt, die erstmals seit 2018 hinter den Erwartungen zurückblieben. Die Aktien fielen nachbörslich um etwa 7%. Und die jüngsten E-Commerce-Zahlen sehen auch nicht gut aus, wie Bloomberg-Kolumnist Tae Kim feststellt. Kreditkartendaten der Bank of America zeigen, dass das Wachstum der Online-Verkäufe im Juli gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist. In Deutschland fielen Zalando am Freitag um bis zu 4,7%.

Airline-Optimismus gedämpft

Die British-Airways-Mutter IAG hat eine zurückhaltende Einschätzung für den Rest des Sommers abgegeben, da die Nachfrage durch Reisebeschränkungen gebremst wird. Zwar sei die Öffnung Großbritanniens für US-Besucher positiv, aber IAG werde in diesem Quartal nur 45% der Kapazität von 2019 anbieten. Air France-KLM hatte zuvor eine Rückkehr in die Gewinnzone vorausgesagt und will 70% der üblichen Sitze anbieten. Der Reisesektor war am Freitag unter Druck. Kurzfristig profitiert die Branche von der Angst, bei wichtigen Geschäftsabschlüssen den Kürzeren zu ziehen. Oliver Wyman hat Umfragen analysiert und sieht für die USA einen vorübergehenden sprunghaften Anstieg der Geschäftsreisen. “Wer einen Abschluss verliert, weil ein Konkurrent zuerst vor dem Kunden stand, hat ein Problem”, so Wyman-Partner Bruce Spear.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien fielen von ihrem Rekordhoch zurück und beendeten damit die längste Serie von monatlichen Kursgewinnen seit acht Jahren. Grund dafür sind die Sorgen der Anleger über die Wachstumsaussichten und das regulatorische Vorgehen Chinas. Der Stoxx 600 Index lag gegen Mittag um rund 0,5% im Minus. Eher zyklische und konjunktursensible Sektoren wie die Reisebranche, Bergbauunternehmen und Automobilhersteller führten den Rückzug an. “Die Realität ist, dass das jüngste harte Durchgreifen Chinas den Geist aus der Flasche gelassen hat, und das Vertrauen scheint sich verschoben zu haben”, sagte Michael Hewson von CMC Markets UK. “Der Schaden für das Vertrauen im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen ist möglicherweise bereits angerichtet”. In Deutschland fielen Fresenius nach Vorlage von Zahlen. Gea legten nach den am Vortag veröffentlichten Zahlen weiter zu.

Deutsche Erholung enttäuscht

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im zweiten Quartal einen glanzlosen Aufschwung und blieb deutlich hinter der stärkeren Dynamik in anderen Volkswirtschaften des Euroraums zurück. Das deutsche BIP wuchs um 1,5% und verfehlte damit die Schätzung der von Bloomberg befragten Wirtschaftsexperten von 2%. Die italienische Wirtschaft wuchs 2,7% und damit doppelt so stark wie erwartet. Spanien mit +2,8% und Frankreich mit +0,9% übertrafen ebenfalls die Schätzungen. Österreichs Wirtschaft legte um 4,3% zu. Gleichzeitig beschleunigt sich der Preisauftrieb. Laut vorläufigen Daten stiegen die Verbraucherpreise in der Eurozone im Juli um 2,2%, was über der Erwartung von 2% lag.

Robinhood fällt bei Kleinanlegern durch

Robinhood Markets Inc. beendete seinen ersten Tag als börsennotiertes Unternehmen 8,4% unter dem Preis des Börsengangs. Es war das schlechteste Debüt unter 51 US-Firmen, die so viel Geld wie Robinhood oder mehr eingesammelt haben. Der Online-Handelsplattform war es nicht gelungen, einige der Kleinanleger zu gewinnen, die es für ihr langfristiges Wachstum umwirbt. Bei ihrem Börsendebüt am Donnerstag ging es bis zu 12% abwärts, nachdem der Börsengang mit 2,1 Milliarden Dollar bereits am unteren Ende der angekündigten Spanne bepreist worden war. Die Trading-App, die durch den diesjährigen Meme-Aktienrausch berühmt wurde, hatte einen ungewöhnlich großen Teil ihrer IPO-Aktien an Privatanleger vergeben. Von den dafür reservierten 35% des Angebots wurden aber letztlich nur 20% bis 25% realisiert, hieß es von einer eingeweihten Person. Mit Cathie Wood hat Robinhood immerhin prominente Unterstützung.

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