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Fünf Themen des Tages: Preisdaten-Bohei, Chips, Brexit-Schaden

(Bloomberg) -- Preisdaten-Bohei, Chip-Entspannung, europäische Aktien steigen, “immenser” Brexit-Schaden für City, und Deutschlands Immobilien-Boom ist vorbei. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Preisdaten-Bohei

Es ist mal wieder CPI-Tag. Der US-Verbraucherpreisindex dürfte laut Bloomberg-Kolumnist John Authers der wichtigste Wirtschaftsdatenpunkt der Welt bleiben, bis die Kerninflation unter 3% fällt, also das obere Ende der Spanne der Federal Reserve. Für Dezember rechnen Volkswirte mit 5,7%. Das wäre unter dem Vormonatswert von 6%, aber noch deutlich über dem Zielwert der Fed. Dies könnte die US-Notenbank bestärken, die Zinsen längere Zeit auf höherem Niveau zu lassen. Die Fed war bislang wenig erfolgreich dabei, die Anleger davon zu überzeugen, dass sie die Zinsen nicht so bald wieder senken wird. Sollte es zu einer Abweichung von dem erwarteten sanften Rückgang kommen, dürften heftige Marktreaktionen die Folge sein. Bis zu 3,5% rauf oder 3% runter könnte es im S&P 500 gehen, je nach Ergebnis, glaubt JPMorgan.

Chip-Entspannung

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. rechnet mit einer weiteren Entspannung der Chip-Krise, die die Autoproduktion weltweit gestört hat. TSMC könne wahrscheinlich immer noch nicht 100% der gewünschten Wafer liefern, “aber es wird besser”, sagte CEO C. C. Wei in einer Telefonkonferenz für Analysten. “Wir gehen davon aus, dass sich der Engpass schnell entspannen wird”. Das dürfte mit dem Wirtschaftsausblick zu tun haben, prognostizierte TSMC doch auch einen Umsatz, der unter den Schätzungen der Analysten lag. Dies deutet laut BI auf einen langsamer als erwartet verlaufenden weltweiten Lagerabbau bei Halbleitern hin, insbesondere in der PC- und Smartphone-Lieferkette. Einige der größten Wall-Street-Banken sind gegenüber TSMC vorsichtig geworden, darunter Goldman Sachs und die UBS.

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Aktien haben vor Bekanntgabe der US-Inflationsdaten zugelegt. Der Stoxx Europe 600 lag gegen Mittag rund 0,5% im Plus, angeführt von Immobilien-, Auto- und Einzelhandelsaktien. Die europäischen Aktien haben das Jahr mit einem kräftigen Anstieg begonnen, der Euro Stoxx 50 befindet sich bereits in einem Bullenmarkt. “Nichts kann den Einfluss der Inflationsdaten auf die Entwicklung des Aktienmarktes schmälern”, sagte Kunal Sawhney von der Kalkine Group. “Dieses Jahr war bisher recht vielversprechend, und der Grund dafür ist, dass die Inflationsdaten in der jüngsten Vergangenheit Anzeichen für einen Preisrückgang gezeigt haben”. In Deutschland fielen Hannover Rück nach einer Herabstufung bei UBS und Kion nach einer Senkung bei JPMorgan.

‘Immenser’ Brexit-Schaden für City

Sadiq Khan beklagt einen “immensen Schaden”, den der Brexit dem Finanzdistrikt der britischen Hauptstadt zufügt. “Die Realität ist, dass die Londoner City durch den Verlust von Handel und Spitzenkräften an unsere Konkurrenten aufgrund des Brexit hart getroffen wird”, so der Londoner Bürgermeister. Laut einer YouGov-Umfrage vom November hält eine Mehrheit von 56% der Briten den Brexit für falsch. Nach der am Dienstag angekündigten Datenvereinbarung zwischen Großbritannien und der EU sieht Bloomberg-Kolumnistin Therese Raphael aber Grund für Optimismus. Ein umfassendes Abkommen zur Lösung des Nordirland-Problems sei damit sehr viel wahrscheinlicher geworden. Genau weil der Schaden groß, die Macht der Brexit-Befürworter in der Konservativen Partei gestutzt und Rishi Sunak ein Pragmatiker und kein Ideologe sei, könne der Premier unter Inkaufnahme von Kompromissen womöglich eine Verständigung mit der EU erreichen.

Immobilien-Boom ist vorbei

Erstmals seit über einem Jahrzehnt sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland im Jahresvergleich gesunken. Der Hauspreisindex EPX der Immobilienfinanzierungsplattform Europace fiel im Dezember um 0,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresmonat, der erste Rückgang seit 2009. Die Preise von Eigentumswohnungen und bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern fielen um 4,2% respektive 3,3%, die neuer Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen hingegen um 5%. Der Rückgang verdeutlicht, wie sehr sich die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt verändert hat. Nach EZB-Angaben ging die Zahl der neuen Wohnkredite in Deutschland in den vier Monaten nach der Zinsentscheidung vom Juli um 30% zurück. Gestern indes haben nachlassende Inflationsängste den Stoxx 600-Subindex für Immobilien um bis zu 2,6% nach oben katapultiert.

Was sonst noch so passiert ist

  • JPMorgan düpiert

  • Scholz vergrünt Europa

  • Jungbanker machen Schotten dicht

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