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Fünf Themen des Tages: Powell, Zooplus-KGV, Preistreiber ESG

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Credit Suisse baut um, Aktienmarkt liebt Powell, europäische Aktien auf Rekordhoch, Zooplus-Gebot schwindelerregend, Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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Credit Suisse baut um

Die Credit Suisse wird ihre Investmentbank zusammenstreichen und mehr Ressourcen in die Wealth-Management-Einheit verlagern. Nach den Skandalen um Archegos Capital Management und Greensill Capital zieht sich die Zürcher Bank großteils aus ihrem Prime-Services-Geschäft zurück. Der Schritt, der mit einer Verlagerung von rund 3 Milliarden Franken an Kapital in die Private Bank verbunden ist, sei nicht leicht gefallen, sagten CEO Thomas Gottstein gegenüber Bloomberg. Das Strategie-Update sei “möglicherweise weniger radikal, als manche erhofft hatten”, hieß es bei der Citigroup. Im dritten Quartal hat die Credit Suisse deutlich weniger verdient, für das vierte erwartet die Bank - u.a. aufgrund der Verkleinerung der Investmentbank - Wertminderungen von rund 1,6 Milliarden Franken und damit unterm Strich einen Verlust.

Aktienmarkt liebt Powell

Die Federal Reserve beginnt wie erwartet mit dem Tapering, Jerome Powell betont jedoch “Geduld” bei Zinserhöhungen zu haben und eine weitere Erholung des Arbeitsmarktes abwarten zu wollen. Die Aktienmärkte lieben das. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Fed nicht sonderlich gut darin ist, den Arbeitsmarkt zu steuern. Damit droht ein Überschießen der Inflation. Wegen der darin liegenden Rezessionsgefahren könnte die Freude am Aktienmarkt daher auch kurzlebig sein. Rentenhändler halten daran fest, dass die Zentralbanker angesichts der Inflationsgefahren zu sorglos sind. Die Norges Bank hielt den Leitzins wie erwartet unverändert und bekräftigte das Ziel einer Anhebung wahrscheinlich im Dezember. Die tschechischen Zentralbanker werden heute wohl weiter straffen, bei der Bank of England ist die Sache nicht so klar.

Europäische Aktien auf Rekordhoch

Dank Powell kletterten die europäischen Aktien am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch. Der Stoxx 600 Index lag gegen Mittag rund 0,6% im Plus und baute seine Gewinne den sechsten Tag in Folge aus. Energie- und Immobilienwerte führten die Gewinne an. “Die Aktienmärkte werden in den USA und in Europa weiterhin von erstaunlichen Realzinsbedingungen angetrieben, die es in den letzten 60 Jahren nur dreimal gegeben hat”, so Pascal Menges von Lombard Odier Investment Managers. In Deutschland stiegen Commerzbank nach Avisierung eines Gewinns in diesem Jahr. Lanxess fielen, nachdem das Unternehmen zum Jahresende ein Ebitda am unteren Ende der Prognosespanne in Aussicht gestellt hatte.

Zooplus-Gebot schwindelerregend

Hellman & Friedman und EQT AB haben genügend Zooplus-Aktionäre überzeugt, ihr 3,7 Milliarden Euro schweres Gebot für den Online-Tiernahrungshändler anzunehmen. Bei einem KGV von fast 130 wundert das auch wenig. Die Private-Equity-Gesellschaften hatten sich auf ein Angebot von 480 Euro je Aktie geeinigt, was 85% über dem durchschnittlichen Aktienkurs in den drei Monaten vor dem ersten Interesses im August liegt. Mehrere Bieterrunden trieben den Preis in die Höhe, auch KKR & Co. hatte Interesse bekundet. Nach Angaben von Euromonitor hat der Markt für Haustierpflege in den letzten zwei Jahren einen Boom erlebt, da sich viele daheim Arbeitende Freunde mit Fell zulegen. Das Datenunternehmen prognostiziert bis 2026 ein Wachstum von 7% auf dem globalen Markt für Haustierpflegeprodukte. Analysten raten mehrheitlich zum Halten.

Ackman steigt in Inflationsdebatte ein

Bill Ackman, der Gründer von Pershing Square Capital Management, hat sich in die Inflationsdebatte eingeschaltet, die in den sozialen Medien unter einflussreichen Meinungsmachern wie Cathie Wood und Elon Musk tobt. In einem Twitter-Post vom Donnerstag sagte Ackman, dass die Zentralbanker die inflationären Auswirkungen von ESG-Initiativen nicht berücksichtigt hätten, die wahrscheinlich nicht nur vorübergehend, sondern “dauerhaft und zunehmend” sein werden. Der Stakeholder-Kapitalismus werde nicht nur Löhne nach oben treiben, sondern auch Energiekosten. Beim COP26-Treffen in Glasgow hat Großbritannien eine Koalition von Ländern, Banken und Institutionen geschmiedet, die bereit sind, aus der Kohle auszusteigen und keine Kredite mehr für fossile Brennstoffprojekte im Ausland zu vergeben. Allerdings fehlt China in den Plänen komplett. Klimaaktivisten wie Greta Thunberg planen in der Zwischenzeit Massenproteste, weil sie bei den COP26-Veranstaltungen zu wenig Gehör fänden.

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