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Fünf Themen des Tages: Neue EZB-Pläne, Nord Stream 2 als Retter

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- US-Staatspleite vertagt, EZB will Spreads weiter kontrollieren, europäische Aktien steigen, Nord Stream 2 als Retter und BMW schlägt Mercedes. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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US-Staatspleite vertagt

Der US-Kongress steht kurz vor einer Einigung über eine kurzfristige Anhebung der Schuldenobergrenze, welche die USA vor der Zahlungsunfähigkeit bewahren würde. Nach einem wochenlangen Patt könnten die Demokraten heute einen Vorschlag der Republikaner akzeptieren, der eine Anhebung der Schuldengrenze um einen Betrag vorsieht, der ausreichen würde, das Finanzministerium bis Dezember flüssig zu halten. Danach müsste der Kongress erneut abstimmen, um einen Zahlungsausfall zu vermeiden. Das Spektakel einer 1-Billion-Dollar-Münze zur Überwindung der politischen Krise bleibt der Welt damit zunächst erspart. “Damit dürfte die Bombe der Schuldenobergrenze vorerst entschärft sein”, hieß es bei Evercore ISI am Mittwoch.

EZB will Spreads weiter kontrollieren

Um die Refinanzierungskosten der südlichen Euro-Mitgliedsstaaten künftig nicht aus dem Ruder laufen zu lassen, erwägt die EZB informierten Kreisen zufolge, einen neuen Bond-Ankaufplan aufzusetzen. Das Programm würde sowohl das im März auslaufende Pandemie-Notfallankaufprogramm PEPP ersetzen, als auch das ältere APP-Programm ergänzen. Die Ankäufe würden selektiv vorgenommen, womit eine Regel umgangen würde, laut der die nationalen Notenbanken Bonds im Verhältnis zu ihrem Kapitalanteil an der EZB ankaufen. Vorwürfe der monetären Staatsfinanzierung wären wohl die Folge. Die EZB ziele mit ihrem QE darauf ab, “jede Art von Fragmentierung zu verhindern”, sagte der griechische EZB-Rat Yannis Stournaras gegenüber Bloomberg TV auf die Frage nach einem neuen Programm. “Ich bin sicher, dass der EZB-Rat dies auch weiterhin anstreben wird.”

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Aktien legten am Donnerstag zu, unterstützt von Anlegern, die nach jüngsten Verlusten bei Risikoanlagen mittlerweile wieder Einstiegskurse sehen. Der Stoxx 600 Europe Index lag gegen Mittag um 0,9% im Plus und folgte damit Gewinnen in den USA und Asien. Fast alle Sektoren legten zu, angeführt von Automobil- und Bauaktien. Energieaktien gaben nach, da Öl seine Verluste ausweitete. “Wir sehen eine große Volatilität auf dem Markt, mit viel Nervosität, obwohl heute die positiven Aspekte größer sind als die negativen und die Investoren die mögliche Verlängerung der EZB-Unterstützung und die Fortschritte bei der US-Schuldenobergrenze begrüßen”, sagte Manuel Rodriguez vom spanischen Vermögensverwalter Mapfre AM. In Deutschland fielen TeamViewer auf ein neues Tief nach einer Herabstufung bei Oddo. Adler setzten ihren Rückgang fort, trotz der Zurückweisung des Viceroy-Berichts am Vortag zu angeblich unsauberen Geschäftspraktien.

Nord Stream 2 als Retter

Die europäischen Erdgas- und Strompreise fielen am frühen Donnerstag aufgrund von Signalen aus Russland, dass mehr Erdgas Richtung Westen fließen könnte. Präsident Wladimir Putin hatte am Mittwoch versichert, Russland sei bereit, zur Stabilisierung der globalen Märkte beizutragen und könnte in diesem Jahr möglicherweise Rekordmengen an Gas nach Europa liefern. Eine schnelle Zertifizierung der Erdgaspipeline Nord Stream 2 wäre laut Vizepremier Alexander Nowak eine Möglichkeit, dies zu erreichen. Die Pipeline liegt fertiggestellt unter der Ostsee zwischen Russland und Deutschland, ist aber in ein langes, kompliziertes und stark politisiertes Genehmigungsverfahren verwickelt. Putin betont, dass Gazprom alle Lieferverträge erfüllt und sein Land kein Interesse an dem derzeitigen “Spekulationswahn” habe.

BMW schlägt Mercedes

BMWs geschickterer Umgang mit knappen Chips könnte es dem Autobauer erstmals seit 2015 ermöglichen, den Erzrivalen Mercedes auf Jahressicht zu überholen. Der Münchner Konzern lieferte in den ersten neun Monaten des Jahres 1,7 Millionen BMWs aus und übertraf damit Mercedes-Benz um mehr als 112.000 Autos und SUVs. Im dritten Quartal konnte BMW seinen Vorsprung ausbauen und den Rückgang der Auslieferungen auf 10% begrenzen, während Mercedes einen Einbruch von 30% hinnehmen musste. Beide Automobilhersteller waren im letzten Quartal von Werksschließungen in Malaysia betroffen, einem wichtigen Drehkreuz für die Halbleiterfertigung. BMW konnte jedoch Werksschließungen länger als die meisten Konkurrenten vermeiden. Geschlagen geben mussten sich beide in den USA, wo Lexus ihm dritten Quartal die Führung übernahm.

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