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Fünf Themen des Tages: Mildes Omikron, EZB beruhigt, LBBW-Pläne

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Mildes Omikron, EZBler sehen keinen Handlungsbedarf, europäische Aktien erholt, Spanien-Inflation nahe 30-Jahres-Hoch, und LBBW will nach oben. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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Mildes Omikron

Keinen Grund zur Panik wegen der Omikron-Variante des Coronavirus sieht Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla - ebenso wie der deutsche Virologe Wolfgang Preiser, der an der südafrikanischen Universität Stellenbosch arbeitet. Beschränkungen des Flugverkehrs weltweit, insbesondere aus dem südlichen Afrika, wo das Omikron-Virus zuerst entdeckt wurde, haben die Touristendestination am Kap ins Mark getroffen und regierungsseitig für Frustration gesorgt. Bill Ackman, Gründer von Pershing Square Capital Management, erwartet positive Auswirkungen auf die Aktienmärkte, wenn Omikron, wie erste Einschätzungen nahelegen, milde bis moderate Symptome hervorruft - selbst wenn die Variante ansteckender sein sollte. Unterdessen testet BioNTech die neue Variante schon im Labor und beginnt parallel mit der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs, was 100 Tage dauern könnte.

EZBler sehen keinen Handlungsbedarf

EZB-Direktorin Isabel Schnabel, deren Nebenjob es ist, den inflationsbesorgten Deutschen die Notenbankpolitik näher zu bringen, hat im ZDF-Morgenmagazin Verständnis für deren Ängste bekundet. Gleichzeitig beharrte sie Stunden vor der Bekanntgabe der neuesten deutschen Preisdaten auf dem Mantra der Zentralbank, dass der Preisauftrieb seinen Höhepunkt erreicht hat und die Rate wieder unter 2% fallen wird. Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau stieß ins gleiche Horn und prognostizierte, dass die Inflation “mittelfristig im Einklang mit dem EZB-Ziel gedämpft bleiben” werde. Angebotsseitige Preisschocks würden in den kommenden Quartalen abklingen. Berenberg hat unterdessen die Erwartung für eine erste Anhebung aller drei EZB-Leitzinsen um 25 Bp von Dezember auf Juni 2023 vorgezogen.

Europäische Aktien erholt

Die europäischen Aktien erholten sich zu Wochenbeginn nach dem schlimmsten Einbruch seit mehr als einem Jahr. Der Stoxx 600 Index lag gegen Mittag rund 0,9% im Plus und verringerte damit den Einbruch vom Freitag von 3,7%. Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche führten die Erholung an, nachdem sie am Freitag am stärksten nachgegeben hatten. Energieaktien legten im Zuge des Ölpreisanstiegs zu. “Einige Anleger kaufen die Kursdelle”, sagte Maya Beyhan von State Street Global Advisors. “Es gibt jedoch eine gewisse Spaltung”, fügte sie hinzu, “einige von ihnen sind sehr vorsichtig”. In Deutschland waren Evotec trotz zweier neuer Kaufempfehlungen im Minus.

Spanien-Inflation nahe 30-Jahres-Hoch

Spanische Konjunkturdaten haben zu Wochenbeginn einen Vorgeschmack auf die Entwicklung im Rest der Eurozone gegeben. Steigende Lebensmittelpreise trieben die Inflationsrate dort im November auf 5,6%, den höchsten Stand in fast drei Jahrzehnten. Erste Zahlen aus den Bundesländern deuten auf eine gesamtdeutsche Inflationsrate von ebenfalls über 5% hin. Unterdessen gibt Schweden ein warnendes Beispiel für Deutschland. Das veraltete Stromnetz des Landes verhindert, dass der Reichtum an billigem Wind- und Wasserstrom im Norden den Süden erreicht, wo die meisten Menschen leben. Nachdem mehrere Kernreaktoren im Süden ersatzlos stillgelegt wurden, ist die Preisspanne zwischen Nord und Süd auf ein Rekordhoch gestiegen. Das bewog Pagen AB, eine Bäckerei im Süden Schwedens, den Preis für ihr Preiselbeer-Sauerteigbrot - Schwedens beliebtestes Frühstücksbrot - zu erhöhen.

LBBW will nach oben

Die LBBW will mittelfristig zu einem der zehn wichtigsten M&A-Berater für mittelständische Unternehmen in Deutschland werden. Nach Zugängen von der Commerzbank und der ING in den vergangenen Monaten sollen weitere Einstellungen in Stuttgart und New York erfolgen. Im Blick hat die Bank vor allem mittelgroße Unternehmen, die in den kommenden Jahren eine größere Rolle bei M&A-Transaktionen spielen könnten, da sie oft Familien gehören, denen es an einem Nachfolger fehlt und wo daher ein Verkauf erwogen wird. Ebenso soll es um Unternehmensteile gehen, die von großen Konzernen verkauft werden, um sich aufs Kerngeschäft zu konzentrieren. “Gerade im letztgenannten Bereich waren wir bislang weniger aktiv, und das soll sich jetzt ändern”, sagte Joachim Erdle, Leiter des Bereichs Corporate Finance, in einem Interview mit Bloomberg.

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