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Fünf Themen des Tages: Kommunismus vs Börse vs Bitcoin

Alexander Kell
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Die Bedeutung der Börse für die Laune der Kommunistischen Partei, Staatsschulden-Auktion der USA, Conti trödelt DAX hinterher, 3D-Druck schafft Fusionsphantasie, Bitcoin und das große Geld. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Chinas Intervention(sversuch)

Um in Bezug auf den Nationalen Volkskongress die Stimmung zu wahren, hat China informierten Kreisen zufolge am Aktienmarkt interveniert. Erfolgreich waren die Genossen jedoch nicht. Vom Tages-Maximalverlust von 3,2% konnten staatlich unterstützte Fonds das Börsenbarometer CSI-300 am Dienstag zwar deutlich wegbewegen. Kurzzeitige Kursgewinne von bis zu 0,3% blieben jedoch Episode, der Leitindex der Börsen Shanghai und Shenzhen schloss letztlich doch 2,2% im Minus. Am Freitag hat China seinen 14. Fünf-Jahr-Plan vorgestellt. Er enthält unter anderem das Ziel, das Land bis 2060 klimaneutral zu machen. Fossile Energie soll dennoch eine wichtige Rolle in der Volkswirtschaft spielen, wie ein neues 10 Milliarden Dollar schweres Kohlechemie-Projekt zeigt.

Stimmungstest nach Ausverkauf

Für den unter Druck stehenden amerikanischen Staatsanleihemarkt werden Bondauktionen in dieser Woche zum Stimmungstest. Heute kommen 3-jährige Treasury-Notes im Volumen von 58 Milliarden Dollar auf den Markt, morgen folgt eine Auktion zehnjähriger Papiere über 38 Milliarden Dollar und am Donnerstag gibt es 30-jährige Langläufer im Volumen von 24 Milliarden Dollar. Bei einer Auktion siebenjähriger Treasuries Ende Februar war die Nachfrage auf ein beispiellos niedriges Niveau abgesackt, was am Sekundärmarkt einen Ausverkauf angefacht hatte. “Wir rechnen mit Turbulenzen, einfach weil der Markt eine Menge guter Nachrichten einpreist”, erklärt Jun Bei Liu, Portfoliomanagerin bei Tribeca Investment Partners. Die Bondrenditen begännen erst, sich zu normalisieren. Ein Anstieg der Rendite zehnjähriger Treasuries auf 2% werde nicht schnell vonstatten gehen.

Börsen etwas fester

Nach einem schwächlichen Start haben die europäischen Börsen am Dienstag vorsichtig zugelegt. Im Mittagshandel lag der DAX 0,4% im Plus, wobei die Aktie der Deutschen Post den Vortageskurssprung ausweitete, die auf eine Adhoc zum Ausblick 2022 gefolgt war. Heute gab es aus Bonn ausführliche Zahlen und auch einen Ausblick für 2023. Mit Abstand stärkster Verlierer im DAX war die Continental-Aktie, die mit zeitweise 6,6% den stärksten Kursrutsch seit Mai 2020 erlitt. Sowohl die Q4-Zahlen als auch der Jahresausblick verfehlten die Erwartungen deutlich, wie Oddo anmerkte.

Fusionsphantasie für 3D-Drucker

Einen Kurssprung von zeitweise über 20% gab es am heutigen Dienstag bei der Aktie des Lübecker 3D-Druck-Spezialisten SLM Solutions. Das gallopierende Kaufinteresse beruhte auf der Nachricht, dass ein US-Wettbewerber ein Gebot in doppelter Höhe des gegenwärtigen Börsenwerts geplant hatte. Desktop Metal wollte den Deal mit eigenen Aktien finanzieren, zumal diese ein Schnäppchen versprachen. Sie waren zum 36-fachen des erwarteten Firmenumsatzes bewertet, SLM kam nur etwa auf das Vierfache. Letztlich wurde aus dem Schnäppchen erst einmal nicht. Die Desktop-Aktie befindet sich seit Mitte Februar auf Talfahrt. Dies habe, so war zu hören, die Finanzierung eines Deals erschwert.

Das große Geld fließt wieder

Nach der jüngsten Korrektur scheinen Bitcoin & Co. wieder in den Rally-Modus geschaltet zu haben. Der Bloomberg Galaxy Crypto Index für den Digitalwährungs-Markt hat in dieser Woche rund 13% zugelegt, da sich ein weiterer Zustrom institutioneller Anleger in den Sektor abzeichnet. “In Bezug auf Bitcoin, aber auch Ethereum ist der Optimismus zurück”, konstatiert Edward Moya von Oanda. “Das große Geld fließt weiter in die Digitalwährungen, so der Analyst. “Das Interesse der Institutionellen ist weiterhin stark”. Evercore ISI sieht Bitcoin in einer starken Position, ein Preisniveau von 75.000 Dollar zu erreichen. Derzeit kostet die Digitalwährung rund 54.040 Dollar. Das Rekordhoch vom Februar lag bei 75.355 Dollar.

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