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Fünf Themen des Tages: Kohle machen ohne Kohle, Franzosen-U-Boot

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Kohle scheffeln ohne Kohle, bei Universal ist Musik drin, europäische Aktien steigen, französisches U-Boot im EU-US-Handel, und auf britischen Bauernhöfen stapeln sich die Säue. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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Kohle scheffeln ohne Kohle

Kohle war eine wichtige Quelle des Wohlstands des Nordens, für den Reichtum des kommenden Zeitalters der Dekarbonisierung müssen aber andere Rohstoffe aus dem Planeten geholt werden. Diese epochale Umstellung bietet Chancen für Anleger, da eine Reihe relativ unbekannter Materialien künftig unverzichtbar sein werden. “Es ist ein jahrzehntelanger Übergang, aber der Zeitraum, um zu investieren und Geld zu verdienen, ist dieses Jahrzehnt”, sagte Jessica Fung von Pala Investments, die dekarbonisierungsbezogene Bergbauprojekte finanziert. Bis 2030 werde die Nachfrage nach Kobalt um etwa 70% steigen, während der Verbrauch von Lithium und Nickel im Batteriesektor mindestens fünfmal höher sein dürfte, schätzt BloombergNEF. Der Bedarf an Mangan, Eisen, Phosphor und Graphit wird ebenso steigen wie die Nachfrage nach Kupfer.

Bei Universal ist Musik drin

Die Gier der Anleger, ein Stück der wiederauferstehenden Musikindustrie zu besitzen, hat die Aktien der Universal Music Group bei ihrem Börsendebüt nach oben schießen lassen. UMG, die aus dem französischen Medienunternehmen Vivendi ausgegliedert wurde, ging mit einem Wert von 33,5 Milliarden Euro an die Amsterdamer Börse. Wenige Tage zuvor hatte die US-Musikbranche dank neuer Streaming-Kunden auf Plattformen wie Spotify und Apple Music ein kräftiges Umsatzwachstum gemeldet. Die Aktien sprangen um bis zu 43%. UMG wird von Analysten als Hauptgewinner gesehen, weil es mehr Stars - darunter Taylor Swift, Kendrick Lamar, Elton John und die Beatles - im Portfolio hat und Hits produziert als Konkurrenten wie Sony Music Entertainment und Warner Music Group. Auch der Handel mit Oldie-Musikrechten boomte jüngst.

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Börsen erholten sich von ihrem schlimmsten Rückgang seit zwei Monaten, da die Sorgen über Chinas Immobilienkrise nachließen. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag rund 1% im Plus, wobei die meisten Sektoren zulegten. Rohstoffbezogene Branchen handelten höher. “Das Evergrande-Risiko war der Auslöser für eine lang erwartete Korrektur, aber der Panikmoment ist nun vorbei und wir warten auf die morgige Fed-Sitzung, um mehr Informationen über die Reduzierung ihrer Stimulierungsmaßnahmen zu erhalten”, sagte Ricardo Gil von Trea Asset Management in Madrid. In Deutschland gehörten nach einer Stimmrechtserhöhung durch Goldman Sachs die Varta-Aktien zu den Gewinnern.

Französisches U-Boot im EU-US-Handel

Nach Frankreichs Empörung über eine von Australien stornierte U-Boot-Bestellung erwägt die EU eine Verschiebung der bevorstehenden Handelsgespräche mit den USA. Canberra hatte sich im Rahmen eines neuen Verteidigungspakts mit den USA und Großbritannien für Atom-U-Boote und gegen französische Diesel entschieden. Paris hat informierten Kreisen zufolge die Europäische Kommission gebeten, die erste Sitzung des Handels- und Technologierates, die am 29. September in Pittsburgh stattfinden soll, zu verschieben. Das Treffen hätte ein Zeichen der Versöhnung nach vier Jahren transatlantischer Handelskonflikte unter Ex-Präsident Donald Trump sein können. Die Angelegenheit sei noch nicht entschieden, hieß es indessen. EU-Außenminister hätten ihre Solidarität mit Frankreich bekundet, erklärte EU-Chefdiplomat Josep Borrell.

Auf britischen Bauernhöfen stapeln sich die Säue

Personalknappheit in britischen Schlachthöfen hat dazu geführt, dass 95.000 zusätzliche Tieren in den Schweinebetrieben herumstehen. Und eine sich abzeichnende Knappheit - ausgerechnet des Klimagases CO2 - könnte das Problem noch verschärfen. Laut National Pig Association nutzen die Landwirte jede verfügbare Unterkunft, um die Tiere unterzubringen - von Rinderställen bis hin zu Kartoffellagerhallen. Brexit, Pandemie und Gasverknappung hätten einen “perfekten Sturm” geschaffen, heißt es dort. Laut der British Meat Processors Association werden 80% der Schweine und des Geflügels in Großbritannien mit CO2 geschlachtet. Es gebe kaum alternative Möglichkeiten, da das Verfahren als die humanste Methode gilt. “Im schlimmsten Fall, wenn das CO2 versiegt, gibt es vier oder fünf Tage später kein britisches Schweinefleisch und britisches Geflügel mehr in den Regalen”, sagte Lobby-Chef Nick Allen. “So schnell geht das.”

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