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Fünf Themen des Tages: Home Office, Cannabis und Deutsche Bank

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Deutsche Bank weiß zu gefallen, Rohstoff-Rallye noch nicht am Ende, europäische Aktien verlieren, die schöne Zeit daheim endet, und ein JPMorgan-Veteran macht in Cannabis. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Deutsche Bank erfreut

Die Deutsche Bank hat den höchsten Quartalsgewinn seit sieben Jahren erwirtschaftet und die Erwartungen der Analysten im Handelsbereich Festverzinsliche und Währungen ebenso übertroffen wie die Ergebnisse der Wall-Street-Konkurrenten. Aktien und die risikoreichsten Anleihen des Kreditinstituts, bekannt als CoCos, kletterten. Die Prognose für das Geschäftsjahr hoben die Frankfurter an und erwarten nun ähnliche Erträge wie letztes Jahr bei “merklich niedrigeren” Risikokosten. Bei der Citigroup ist man dennoch skeptisch, ob das Rentabilitätsziel erreicht werden kann. Analyst Andrew Coombs erwartet trotz des “beeindruckenden” Quartals, dass die Bank das RoTE-Ziel von 8% für 2022 verfehlen wird und bekräftigt seine Verkaufsempfehlung.

Rohstoff-Rallye noch nicht am Ende

Die Rohstoff-Rallye im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Erholung von der Pandemie ist nach Ansicht von Goldman Sachs und UBS noch lange nicht am Ende. Rohstoffe dürften in den nächsten sechs Monaten um 13,5% steigen, heißt es in einem Bericht der Wall-Street-Bank, in dem ein noch nie dagewesener Anstieg der weltweiten Ölnachfrage und ein Rekord bei Kupfer prognostiziert wird. Laut UBS werden Rohstoffe um weitere 10% zulegen. “Das Ausmaß der kommenden Veränderung des Nachfragevolumens - eine Veränderung, mit der das Angebot nicht mithalten kann - darf nicht unterschätzt werden”, so die Goldman-Analysten. Während die Stahlpreise durch die Decke gehen, hat China entschieden, ab dem 1. Mai Importzölle für einige Stahlprodukte zu streichen und Exportzölle anzuheben.

Europäische Aktien verlieren

Europäische Aktien notierten zur Wochenmitte vor der Entscheidung der US-Notenbank leichter, Anleiherenditen stiegen an. Besser als erwartete Bankengewinne milderten die Verluste. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag um rund 0,1% niedriger, wobei Bergbau- und Reiseaktien die Rückgänge anführten. Die Banken stemmten sich gegen den Trend dank Deutsche Bank sowie Lloyds Banking und Banco Santander, die Ergebnisse veröffentlicht hatten, welche die Schätzungen übertrafen. Der europäische Leitindex bewegte sich in den letzten Sitzungen in einer engen Spanne, nachdem er in der vergangenen Woche von einem Allzeithoch zurückgefallen war. “Die Gewinne sind in den USA spektakulär und in Europa sehr gut, aber die Märkte leiden unter der Höhenkrankheit, da die Aktien zu schnell zu hoch gestiegen sind und die meisten positiven Ergebnisse bereits eingepreist sein dürften”, sagte Ricardo Gil von Trea Asset Management in Madrid. Deutsche Bank lagen zuletzt rund 8,5% im Plus und Heidelberger Druck legten nach vorläufigen Geschäftszahlen zu. Varta verloren nach einem Bericht über geringere Produktion von Apple Airpods.

Die schöne Zeit zuhause endet

Für Jamie Dimon ist es an der Zeit, die Leute zurück ins Büro zu holen. JPMorgan Chase & Co. ist die erste große Wall-Street-Bank, die der gesamten US-Belegschaft eine Rückkehr ins Büro vorschreibt. Den Mitarbeitern wurde mitgeteilt, dass sie in etwa zwei Monaten ihren Dienst auch wieder physisch antreten müssen. Dimon selbst ist seit Juni wieder in der Zentrale in Manhattan und hatte schon im September vor Schaden gewarnt, der durch länger andauerndes Arbeiten von zu Hause entstehen würde. Goldman-Chef David Solomon hatte das Fernbleiben vom Büro als eine “Abweichung” bezeichnet, die so schnell wie möglich korrigiert werden müsse. Die Deutsche Bank will ihren Angestellten hingegen erlauben, zukünftig bis zu drei Tage pro Woche von daheim zu arbeiten, so Finanzvorstand James von Moltke gegenüber Bloomberg TV.

Ein JPMorgan-Veteran macht in Cannabis

Ein leitender Banker aus dem Private-Credit-Geschäft von JPMorgan Securities ist in Europas medizinischen Cannabis-Sektor gewechselt, einer Branche, die Finanzierungsexpertise braucht, um ihr Wachstum zu finanzieren. E. Stanton McLean wird sowohl Artemis Growth Partners - eine Firma, die in die Cannabisindustrie investiert - beraten, als auch Cannaray, ein Unternehmen, das medizinische Cannabis- und Cannabidiolprodukte herstellt und einen Börsengang in London anstrebt. Eine wachsende Zahl medizinischer Cannabisfirmen sucht auf Europas Finanzmärkten nach Mitteln. Jazz Pharmaceuticals ist das jüngste Unternehmen, das sich eine Finanzierung für die Übernahme von GW Pharmaceuticals Plc. gesichert hat, dem Hersteller des ersten vollständig aus der Cannabispflanze gewonnenen Medikaments, das eine FDA-Zulassung in den USA erhalten hat.

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