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Fünf Themen des Tages: Gold als Fed-Opfer, Biden gibt klein bei

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- EU plant an Fachkräftemangel vorbei, Gold vor Schock durch Taper Tantrum, europäische Aktien steigen, Biden fügt sich bei Nord Stream, und Golfstaaten fördern Frauen. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

EU plant an Fachkräftemangel vorbei

Der Fachkräftemangel könnte in Europa noch gravierender ausfallen als in den USA und die wirtschaftliche Erholung in den EU-Staaten verzögern. Kurzfristig belasten Reisebeschränkungen, die verhindern, dass Arbeitskräfte die Grenzen innerhalb der EU so einfach wie sonst üblich überqueren können. Das ist deshalb ein Problem, weil die EU in Kürze damit beginnen wird, ihr 800 Milliarden Euro schweres Füllhorn von Geschenken und Krediten auszuschütten, das sich auf Umwelt- und Digitalindustrien konzentrieren soll, wo Fachpersonal benötigt wird. Es sei fraglich, ob der Bedarf an entsprechend qualifizierten Arbeitskräften für die angestrebte Digitalisierung und Dekarbonisierung gedeckt werden kann, meint Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Gleichzeitig liegt die Arbeitslosigkeit in der EU bei mehr als 7%.

Gold vor Schock durch Taper Tantrum

Gold ist ein Vermögenswert, der anfällig ist für ein Taper Tantrum, also Turbulenzen, die mit dem Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik einhergehen. Eddie Spence weist im Markets Live Blog auf die entsprechenden Ereignisse in 2013 hin, als Fed-Chef Ben Bernanke eine niedrigere Drehzahl der Gelddruckmaschinen signalisierte. In der ersten Hälfte jenes Jahres fiel Gold um 26% und begann einen Abwärtstrend, der bis 2016 anhielt. Zinslose sichere Häfen würden weniger attraktiv, Gold zudem durch einen stärkeren Dollar unter Druck gesetzt. Das Protokoll der Sitzung des Federal Open Market Committee vom 27./28. April zeigt, dass es aus Sicht einer Reihe von Teilnehmern “angebracht sein könnte, bei einem der nächsten Treffen mit der Erörterung eines Plans” zum zeitlichen Ablauf des Tapering zu beginnen. Beim März-Treffen hatte es keinen solchen Vorschlag gegeben.

Europäische Aktien steigen

Europäische Aktien sind am Donnerstag nach Vortagesverlusten leicht gestiegen, da sich der Fokus der Anleger auf die Erholung der Region im Zuge der Wiedereröffnung der Volkswirtschaften verschoben hat. Inflationsängste traten in den Hintergrund. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag 0,2% im Plus, angeführt von den Sektoren Technologie und Finanzdienstleistungen. “Es gibt einen großen Überschuss an Liquidität, die von den Zentralbanken bereitgestellt wird und das führt zu großen Bewegungen, wie wir sie am Mittwoch gesehen haben”, sagte Alfonso Benito, Chief Investment Officer beim spanischen Vermögensverwalter Dunas Capital. “Wir werden weiterhin ein Muster von Risk-Off und Risk-On sehen”. In Deutschland fielen CTS Eventim nach Quartalszahlen, die aus Sicht der Analysten erwartet schwach ausgefallen waren.

Biden fügt sich bei Nord Stream

Die Verhinderung der Nord Stream 2 Gaspipeline ist aus Sicht der US-Administration außer Reichweite geraten. Da die Röhre von Russland nach Deutschland inzwischen zu mehr als 90% fertiggestellt ist, schlägt die US-Politik mildere Töne an, Sanktionen gegen die deutsche Betreibergesellschaft scheinen vom Tisch. In einem Bericht an den Kongress teilte das Außenministerium am Mittwoch mit, dass Nord Stream 2 AG und Geschäftsführer Matthias Warnig zwar nach US-Recht sanktionierbare Tätigkeiten ausübten, aus Gründen der nationalen Sicherheit jedoch von einer Sanktionierung abgesehen werde. Die Chance, die Fertigstellung der Pipeline noch zu stoppen, sei inzwischen gering. Präsident Joe Biden will offensichtlich eine Konfrontation mit Deutschland und anderen Unterstützern des Projekts in der EU vermeiden.

Golfstaaten fördern Frauen

Ooredoo QPSC hat Noor Al Sulaiti zur Chefin seines Tochterunternehmens Ooredoo Oman ernannt, eine seltene Beförderung für eine Frau in der Golfregion. Jedes andere börsennotierte Telekommunikationsunternehmen dort wird von Männern geführt. In jüngerer Zeit drängen die Golfstaaten auf Geschlechtervielfalt in Führungspositionen. Der Oman hat in diesem Jahr Frauen in den Aufsichtsrat seiner Börse und in die Leitung des Unternehmens berufen, das die Ölproduktion des Landes mehrheitlich kontrolliert. Die Vereinigten Arabischen Emirate verlangen nun, dass jedes börsennotierte Unternehmen mindestens eine Frau im Aufsichtsrat hat, aber kulturelle Hürden bleiben: “Ich führe viele Vorstellungsgespräche und manchmal muss eine weibliche Bewerberin ihre Eltern um Erlaubnis bitten, ein Angebot anzunehmen, weil es viele Männer im Unternehmen gibt”, sagte Fatma Hussain, die einzige Frau im Board der Logistik-Firma Aramex PJSC aus Dubai.

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©2021 Bloomberg L.P.

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