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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- EZB betreibt Spread-Kontrolle, Merkel hält Grenzkontrollen für möglich, europäische Aktien steigen, britisches Zollwesen überfordert, und Trump begnadigt sich nicht. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

EZB betreibt Spread-Kontrolle

Die EZB kauft Anleihen mit dem Ziel, die Rendite-Unterschiede zwischen den Anleihen der stärksten und schwächsten Volkswirtschaften in der Eurozone zu begrenzen, heißt es aus informierten Kreisen. Dabei habe die Zentralbank spezifische Vorstellungen davon, welche Spreads angemessen sind, sagte eine Person. Dies erklärt, warum der Spread zwischen italienischen und deutschen Renditen bemerkenswert stabil geblieben ist, obwohl die italienische Regierung kurz vor dem Zusammenbruch steht. In einer Währungsunion mit 19 Mitgliedern kann die EZB keine Renditekurvensteuerung wie die Bank of Japan betreiben und darf außerdem Regierungen nicht direkt finanzieren. Das Vorgehen der EZB sei dennoch ähnlich, werde aber anders genannt, so Commerzbank-Stratege Christoph Rieger. Ein EZB-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Merkel hält Grenzkontrollen für möglich

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Nachbarstaaten der Bundesrepublik mit der Wiedereinführung von Grenzkontrollen gedroht, falls dort laxere Corona-Maßnahmen gelten sollten als in Deutschland. Man müsse dann auch “zum Äußersten bereit sein”, sagte Merkel am Dienstagabend nach Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. Deren Verschärfungskatalog umfasst eine Verlängerung der Lockdown-Regeln bis zum 14. Februar und eine Pflicht für Arbeitgeber zur Gewährung von Homeoffice bis zum 15. März, sofern möglich. Im öffentlichen Nahverkehr sowie in Läden sind künftig medizinische Masken oder FFP2-Masken vorgeschrieben. In den letzten 24 Stunden wurden 1.734 neue Todesfälle registriert, die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Neuinfektionen lag bei 12.233.

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Aktien folgten am Mittwoch den US-Aktienfutures nach oben, angetrieben von Unternehmensgewinnen und der Hoffnung auf weitere Konjunkturmaßnahmen. Tech-Aktien führten die Gewinne im Stoxx 600 Index an nach Zahlen von Netflix und des Chipherstellers ASML Holding. Anleger rechnen mit höheren US-Staatsausgaben unter dem neuen Präsidenten Joe Biden, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. In Deutschland stiegen Kion und GEA nach Empfehlungen bei Stifel. Heidelberger Druckmaschinen profitierten von einem Boom bei Wallboxen für Elektroautos.

Britisches Zollwesen überfordert

Ein wichtiges Zollsystem der britischen Regierung ist überfordert, was Chaos verursachen könnte, wenn der Frachtverkehr wieder anspringt. Exporteure haben Schwierigkeiten, Transitdokumente für Lieferungen in die EU zu erhalten, weil es an Agenten mangelt, die diese ausstellen dürfen. Die Agenten müssen Garantien für die Zahlung von Steuern oder Zöllen stellen, die oft von Banken abgesichert werden - aber die wurden fast komplett ausgeschöpft. “Keiner hat mehr Garantien”, sagt Peter Hayes, Geschäftsführer von Carlton Freight, einem in Liverpool ansässigen Spediteur, der Hunderte von Anfragen ablehnen musste. Aufgrund des Papierkriegs, der den Handel zwischen Großbritannien und der EU hemmt, haben laut einer Studie etwa 20% der britischen KMU den Export in die Union eingestellt.

Trump begnadigt sich nicht

US-Präsident Donald Trump hat in einer seiner letzten Amtshandlungen Dutzende von Menschen begnadigt, darunter seinen ehemaligen Strategen Steve Bannon. Er selbst steht nicht auf der Liste der 73 Begnadigungen und 70 Strafumwandlungen, die das Weiße Haus an seinem letzten Tag im Amt veröffentlichte. Auch nicht Julian Assange oder Edward Snowden. Biden wird um 12 Uhr mittags Ortszeit als 46. US-Präsident vereidigt. Auf den Stufen des Kapitols wird er ein Plädoyer für die nationale Einheit halten und aufgrund der jüngsten Gewalt und der Pandemie ohne den üblichen Pomp auskommen müssen. Seine zukünftige Finanzministerin Janet Yellen warb unterdessen für das fast 2 Milliarden Dollar umfassende neue Konjunkturprogramm. Die Ex-Fed-Chefin ist wegen der explodierenden Staatsschulden unbesorgt.

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