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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- EU will Rolle des Euro stärken, Merkel will Lockdown bis Mitte Februar, europäische Aktien halten Gewinne, Finanzinvestor blickt auf Hippie-Sandalen, und Autohersteller hatten ihr schrecklichstes Jahr. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

EU will Rolle des Euro stärken

Nach drohenden US-Sanktionen gegen europäische Unternehmen wegen Geschäftsbeziehungen zu Iran und Russland, will die EU am Dienstag ihren Plan zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro vorstellen. Der Kommissionsentwurf wird skizzieren, wie die Union ihre wirtschaftliche und finanzielle Widerstandsfähigkeit stärken kann. Dies geht aus einem Entwurf hervor, der Bloomberg vorliegt. Da die EU praktisch wenig gegen die Dominanz des Dollars tun kann und Vorzeigeprojekte wie Banken- und Kapitalmarktunion wegen nationaler Meinungsverschiedenheiten ins Stocken geraten sind, schimmert die Hoffnung grün. “Die Förderung nachhaltiger Finanzierungen ist eine Gelegenheit, die EU-Finanzmärkte zu einer globalen Drehscheibe für ‘Green Finance’ zu entwickeln und den Euro als Standardwährung für die Denominierung nachhaltiger Finanzprodukte zu stärken”, so der Entwurf.

Merkel will Lockdown bis Mitte Februar

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich am heutigen Dienstagnachmittag mit den Ministerpräsidenten der Länder berät, fordert nach Informationen der Bild-Zeitung eine Verlängerung des bundesweiten Lockdowns bis zum 15. Februar. Mehr Arbeit im Home Office soll helfen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Bevölkerung gegen den Ansturm gefährlicherer Virus-Varianten zu wappnen. Weniger Arbeitgeber böten derzeit an, von zu Hause aus zu arbeiten, als während der ersten Welle im März und April, sagte Berlins Bürgermeister Michael Müller in der ARD. Arbeitgeber sollten eine Präsenzpflicht im Betrieb daher begründen müssen. Deutschland hat jüngst 9.253 Neuinfektionen und neue 482 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die 4-Tage-Reproduktionszahl lag bei 1,01.

Europäische Aktien halten Gewinne

Die europäischen Aktien haben einen Teil ihrer Gewinne im Verlauf des Vormittags abgegeben, hielten sich aber im grünen Bereich. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag knapp im Plus, angeführt von Gesundheitstiteln, IT-, Versorgungs- und Energieunternehmen. Anleger warten auf Fortschritte beim 1,9 Billionen Dollar schweren US-Konjunkturpaket und auf Kommentare der designierten Finanzministerin Janet Yellen bei einer Bestätigungsanhörung. Der besser als erwartet ausgefallene ZEW-Bericht tat wenig zur Stützung der Kurse. “Die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten ist sehr ambivalent”, sagte Comdirect-Bank-Stratege Andreas Lipkow. “Auf der einen Seite wollen institutionelle Anleger keinen Aufwärtstrend verpassen, auf der anderen Seite will sich niemand überrumpeln lassen. Das lässt das Gesamtbild nervös und angespannt erscheinen.” In Deutschland stiegen Carl Zeiss Meditec nach Q1-Zahlen auf ein Rekordhoch.

Finanzinvestor blickt auf Hippie-Sandalen

Der Sandalen-Hersteller Birkenstock GmbH & Co. KG könnte einen neuen Eigentümer bekommen. Der Private-Equity-Spezialist CVC Capital Partners ist in Gesprächen mit der Eigentümerfamilie, heißt es aus informierten Kreisen. Die Gespräche mit den Eigentümern der bald 250 Jahre alten Marke seien bereits weit gediehen, die Transaktion könnte Birkenstock mit über 4 Milliarden Euro inklusive Schulden bewerten. Das Unternehmen mit Sitz in Linz am Rhein lässt sich bis 1774 zurückverfolgen. Die Sandalen kamen in den 1960er Jahren auf den Markt und galten jahrzehntelang als “Gesundheitslatschen”, typisch für Hippies, Krankenpfleger und Ökos. Zuletzt sah man sie häufig an Füßen von Prominenten wie Heidi Klum und Kate Moss. Eine endgültige Verkaufsentscheidung sei noch nicht gefallen und auch nicht garantiert, hieß es.

Autohersteller hatten ihr schrecklichstes Jahr

Der europäischen Autoabsatz ist 2020 trotz eines Aufschwungs in der zweiten Jahreshälfte so stark eingebrochen wie noch nie. Die Neuzulassungen fielen um 24%, teilte der Verband der europäischen Automobilhersteller am Dienstag mit - der größte jährliche Rückgang seit Beginn der Statistik im Jahr 1990. Bloomberg Intelligence schätzt, dass die Verkäufe in diesem Jahr um 13% steigen werden und laut BloombergNEF werden darunter 1,9 Millionen Plug-in-Hybrid- und reine Batteriefahrzeuge sein. Vom Autohandel der digitalen Art will Auto1 Group profitieren. Noch vor dem geplanten Börsengang kaufen sich Sequoia Capital und Lone Pine Capital bei der Online-Autohandelsplattform zu einem Preis ein, der einer Bewertung von etwa 6 Milliarden Euro für das Gesamtunternehmen entspricht, berichten informierte Kreise.

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