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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Nicht alles koscher bei Grenke, Briten sollen TUI das Sommergeschäft retten, europäische Aktien verlieren, Novogratz glaubt an Verdopplung von Bitcoin, und Draghi will den Eurozonen-Haushalt. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Nicht alles koscher bei Grenke

Grenke-Aktien haben sich am Dienstagvormittag um bis zu 9,8% von ihrem Vortagesabsturz erholt, das Handelsvolumen stieg auf mehr als das 21-fache des vergleichbaren 20-Tage-Durchschnitts. Angesichts der “Reputationskatastrophe” des Rücktritts von Grenke-COO Mark Kindermann hat Commerzbank-Analyst Christoph Blieffert die Anlageempfehlung für die Aktie des Unternehmens auf “Under Review” geändert. Auch das Kursziel wird überprüft. Am Montag war der Aktienkurs von Grenke um 30% abgesackt. Die Börsen-Zeitung sieht in einem Kommentar nur Verlierer, angefangen mit Firmengründer Wolfgang Grenke, dem Kindermann ein langjähriger Wegbegleiter war, bis hin zu Aufsichtsrats-Chef Ernst-Moritz Lipp, einem Ex-Dresdner-Bank-Vorstand. Der COO sei ein Bauernopfer, heißt es da.

Briten sollen TUI das Sommergeschäft retten

Die TUI hält an ihren Plänen fest, in diesem Sommer vier Fünftel ihres üblichen Urlaubsprogramms anzubieten, und setzt auf einen Nachfrageschub aus Großbritannien, um Hotelzimmer zu füllen. “Der britische Markt hat für unser Unternehmen eine besondere Bedeutung”, sagte Konzernchef Fritz Joussen. “Bei den Impfungen sehen wir dort ein beeindruckendes Tempo und ambitionierte Ziele”. Bis Mitte Juli könnten 75% der Bevölkerung geimpft sein. Großbritannien liegt beim Impffortschritt weltweit auf Platz 4, Deutschland auf Platz 23. Nur 500.000 der bisher 2,8 Millionen TUI-Sommerbuchungen kommen aus Europas größter Volkswirtschaft. Deutschland hat jüngst 4.650 Neuinfektionen und 483 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Die 4-Tage-Reproduktionszahl lag nahezu unverändert bei 1,00.

Europäische Aktien verlieren

Die globale Aktienrally hat am Dienstag eine Atempause eingelegt. In Europa bewegte sich der Stoxx 600 Index trotz einer Reihe positiver Unternehmensnachrichten auf niedrigerem Niveau seitwärts. Angesichts von Inflationserwartungen, die sich dem höchsten Stand seit 2013 nähern, wird die Frage aufgeworfen, wann der sogenannte Reflation Trade bei Anleihen beginnen könnte, Aktien zu bedrohen. “Wir kommen an den Punkt, an dem wir anfangen müssen, uns Gedanken über das Risiko zu machen, wie wir den Stimulus zurücknehmen, ob es zu einer Überhitzung der Wirtschaft führt, ob diese Bewertungen zu teuer werden”, sagte Saira Malik von Nuveen auf Bloomberg TV. In Deutschland fielen Lanxess nach der Entscheidung von Lonza, das Spezialchemie-Geschäft an Bain und Cinven zu verkaufen. Teamviewer verloren nach Bekanntgabe von Unternehmenszahlen.

Novogratz glaubt an Verdopplung von Bitcoin

Michael Novogratz, Gründer der Kryptowährung-Investmentfirma Galaxy Digital, sieht Bitcoin bis Ende des Jahres bei 100.000 Dollar. Während immer mehr Unternehmen Kunden erlauben, den Token für Käufe zu verwenden, werde sich Bitcoin mehr als verdoppeln. “Sie werden sehen, dass jedes Unternehmen in Amerika das Gleiche tun wird,” sagte Novogratz in einem Bloomberg-TV-Interview. “Die Herde” von Unternehmen und Gebietskörperschaften, die Bitcoin verwenden, sei im Kommen. Bitcoin markierte am Montag ein Allzeithoch, nachdem Tesla eine Investition von 1,5 Milliarden Dollar in den Token mitgeteilt hatte. Am Dienstag wurde mit mehr als 48.000 Dollar eine neue Rekordmarke erreicht. Tesla-CEO Elon Musk sei ein “Genie”, Tesla, Solaraktien und ESG-Investments das Ding der jungen Leute, und Bitcoin ihre Währung, so Novogratz.

Draghi will den Eurozonen-Haushalt

Mit Mario Draghi kehrt die Forderung nach einem gemeinsamen Haushalt für die Eurozone zurück. Der Ex-EZB-Präsident hat italienischen Abgeordneten am Montag mitgeteilt, dass er im Falle seiner Wahl zum Premierminister ein gemeinsames Budget für die Mitglieder des Währungsraums zu einer politischen Priorität machen werde. Zwei der Abgeordneten bestätigten dies gegenüber Bloomberg. Bereits als EZB-Chef hatte der Italiener die Forderung vorgetragen, nun erneuert er sie als designierter Regierungschef des Euro-Landes mit der zweithöchsten Staatsverschuldung, nach Griechenland. Befürworter des in den Europäischen Verträgen nicht vorgesehenen Budgets argumentieren, dass es für die Stabilisierung der Wirtschaft des Euroraums im Abschwung notwendig sei. Italienische Anleiherenditen fielen auf ein neues Rekordtief.

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