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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Trump und Biden traten in separaten “Townhalls” an, die Autoindustrie hat einen Lichtblick, Quartalsergebnisse stützen Europas Aktien, brennende Batterien bei BMW kommen zur Unzeit, und Banker von Big Brother zu Hause überwacht. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Trump und Biden traten in separaten ‘Townhalls‘ an

US-Präsident Donald Trump und sein Rivale Joe Biden traten am Donnerstag bei gleichzeitig stattfindenden “Townhall”-Veranstaltungen gegeneinander ab. Trump wirkte in Miami defensiv und gereizt und kritisierte ihm feindlich gesinnte Medien und Demokraten. Biden versuchte in Philadelphia alles zu vermeiden, was seinen Umfrage-Vorsprung gefährden könnte. Trump lobte seine Administration dafür, in der Corona-Pandemie “zwei Millionen Menschen gerettet” zu haben, während Biden ihm schwere Versäumnisse vorwarf. Jüngste Umfragen haben einen wachsenden Vorsprung für Biden gezeigt, was vor allem auf den schwindenden Rückhalt für Trump bei Frauen und älteren Wählern zurückzuführen ist. Dessen Wahlkämpfer hoffen, bei lateinamerikanischen und schwarzen Wählern punkten zu können.

Die Autoindustrie hat einen Lichtblick

Die Automobilhersteller verzeichneten im vergangenen Monat einen überraschenden Verkaufsanstieg in Europa. Das Plus bei den Neuwagenzulassungen im September von 1,1% war der erste Lichtblick in diesem Jahr für die Region. Der Absatz in Italien und Deutschland glich - auch dank Elektroauto-Subventionen - eine weiter sinkende Nachfrage in Spanien und Frankreich aus. Daimler meldete am späten Donnerstag eine Erholung des Gewinns im dritten Quartal, der die Schätzungen der Analysten übertraf, und zeigte sich für den Rest des Jahres optimistisch. Bloomberg-Analysten weisen darauf hin, dass Mercedes-Zahlen im Gegensatz zu deutschen Peers Gewinne aus Joint Ventures in China einschließen. Auch der Lkw-Hersteller Volvo Group erzielte einen weit über den Erwartungen liegenden Gewinn.

Quartalsergebnisse stützen Europas Aktien

Eine Serie positiver Unternehmensnachrichten gab den europäischen Aktien zum Wochenschluss Schub und überwog die Besorgnis der Investoren über neue Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie. Ohne neue Impulse von den US-Verhandlungen über ein neues Konjunkturpaket beobachten Investoren das scharfe Durchgreifen in den größten Städten Europas gegen die Ausbreitung des Virus. LVMH stiegen, nachdem der Hersteller von Luxusgütern im dritten Quartal eine Erholung der Nachfrage erlebt hatte, während in Deutschland Daimler den Automobilsektor nach oben zogen. Thyssenkrupp legten um mehr als 20%. Liberty Steel hat ein Angebot für das Stahlgeschäft des deutschen Konzerns abgegeben.

Brennende Batterien bei BMW kommen zur Unzeit

Nach Hyundai, GM und Ford ist jetzt auch BMW wegen brennender Elektroautos in die Schlagzeilen geraten. Brennende Fahrzeuge sind nichts Neues im Elektrozeitalter. Aber die Probleme, mit denen Hersteller jüngst zu kämpfen hatten, bedrohen eine breitere Akzeptanz der Plug-in-Modelle und durchkreuzen Unternehmenspläne. Eine Schwachstelle bei einem Plug-in-Hybrid-SUV in Europa hat verhindert, dass Ford die strengeren Emissionsnormen in diesem Jahr einhalten kann. Auf der ganzen Welt mixen Ingenieure chemische Cocktails, die in Elektroauto-Batterien stecken. Der globale Wettlauf, sie billiger, leichter und leistungsfähiger zu machen, könnte auf Kosten der Sicherheit gehen, warnen Analysten. Die Hälfte der US-Feuerwehren hat keine Verhaltensstandards für die Bekämpfung von Elektroauto-Bränden.

Banker von Big Brother zu Hause überwacht

In der neuen Ära der Heimarbeit unternimmt die Finanzindustrie beispiellose Schritte, um Banker zu kontrollieren und Fehlverhalten zu verhindern. Händler bei Instituten wie Barclays müssen bescheinigen, dass sie räumlich getrennt von Mitbewohnern arbeiten. Morgan-Stanley-Banker verwenden Laptops, auf denen jeder Tastendruck aufgezeichnet wird. Häuser wie NatWest Group verlangen von Händlern tägliche Standortmeldungen und die Aufzeichnung von Videoanrufen. Aufsichtsbehörden, die zu Beginn der Pandemie einige Überwachungsregeln lockern mussten, damit die Händler von zu Hause aus arbeiten können, erwarten nun, dass Küchentische ebenso streng überwacht werden wie die Handelsräume. “Künftig sollten Büro- und Heimarbeitsregelungen gleichwertig sein”, sagte Julia Hoggett, Direktorin der Marktaufsicht der britischen Financial Conduct Authority, diese Woche auf einer Konferenz von City & Financial Global. Für die Banken steht viel auf dem Spiel: Insiderhandel, Manipulation und unsachgemäße Nutzung der eigenen Konten sind allesamt erhöhte Risiken, wenn die Händler allein zu Hause sind.

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©2020 Bloomberg L.P.