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Fünf Themen des Tages: Gauweiler scheitert, Covid tobt in Indien

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Credit Suisse verliert Banker, Gauweiler scheitert mit Attacke auf PSPP, europäische Aktien steigen, Covid löscht in Indien ganze Familien aus, und neuer Cannabinoid-IPO in London. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Credit Suisse verliert Banker

Bei Credit Suisse setzt sich der Aderlass im Nachgang des Archegos-Debakels und angesichts der Unsicherheit über künftige Boni fort. In den vergangenen Wochen hat ein halbes Dutzend leitender Banker das Kreditinstitut verlassen. Laut einem Bloomberg vorliegenden Memo ist der globale Co-Chef des Bereichs Mobility und Services, Jason Wortendyke, zurück zur Citigroup gegangen. Ihsan Essaid, Leiter des M&A-Bereichs Medien- und Telekommunikation sowie Kamal Ahmed, Managing Director mit Schwerpunkt Halbleiter in der Technologie-Investmentbanking-Gruppe, wechseln demnach zu Barclays. Der Exodus umfasst auch die Managing Directors Leo Reif und Simon Auerbach. Credit Suisse wollte sich zu den Abgängen nicht äußern. Für die Leitung des chinesischen Private-Banking-Geschäfts in Singapur hat JPMorgan Chase & Co. derweil Elaine Zhang von der Credit Suisse abgeworben.

Gauweiler scheitert mit Attacke auf PSPP

Das Bundesverfassungsgericht hat Anträge verworfen, Maßnahmen zur Vollstreckung des Urteils vom Mai 2020 zum PSPP-Anleihekaufprogramm der EZB zu erlassen. Eingereicht worden waren diese unter anderem vom ehemaligen CSU-Politiker Peter Gauweiler. In ihnen wurden Bundestag und Bundesregierung aufgefordert, der EZB eine “substantiierte und nachvollziehbare Verhältnismäßigkeitsprüfung” abzuverlangen. Karlsruhe befand, dass die Anträge unbegründet seien, weil Exekutive und Legislative sich nach dem Mai-Urteil mit den “Beschlüssen des EZB-Rates und der hierbei erfolgten Prüfung und Darlegung der Verhältnismäßigkeit des PSPP inhaltlich befasst und diese für ausreichend befunden haben”. Jürgen Stark, der frühere EZB-Chefökonom, sieht die Eurozone derweil “mitten in einem Systemwechsel” und beklagt eine Abkehr von Maastricht und den Verträgen, denen Deutschland zugestimmt hat.

Europäische Aktien steigen

Europäische Aktien stiegen am Dienstag in die Nähe von Rekordhochs, gaben bis zum Mittag jedoch einen Gutteil der Gewinne wieder ab. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag rund 0,3% im Plus, angeführt von Energieaktien, Technologiewerten und Versorgern. “Wir haben uns aggressiv nach oben bewegt, als wir verstanden haben, dass es einen Ausweg aus diesem Schlamassel gibt, und jetzt betrachten wir die Bewertungen”, sagte David Haynal von Eric Sturdza Investments. Die Erholung könnte in einigen Bereichen wie der Reisebranche bereits weitgehend eingepreist sein. “Dies ist kein Zeitpunkt, um zu besorgt zu sein, aber es ist ein Zeitpunkt, um selektiv zu sein”, so Haynal. In Deutschland stiegen Grenke nach dem am Montagabend erteilten KPMG-Testat. ElringKlinger profitierten von einem Auftrag für Brennstoffzellen.

Covid löscht in Indien ganze Familien aus

Nachdem sie die größten Städte Indiens verwüstet hat, wütet die neueste Covid-19-Welle nun in ländlichen Gebieten des zweitbevölkerungsreichsten Landes der Welt. In Basi, etwa 1,5 Stunden von der Hauptstadt Neu-Delhi entfernt, sind etwa drei Viertel der 5.400 Einwohner des Dorfes krank und mehr als 30 in den letzten drei Wochen gestorben. Es gibt keine Gesundheitseinrichtungen und keine Ärzte. “Die meisten Todesfälle im Dorf sind darauf zurückzuführen, dass kein Sauerstoff zur Verfügung stand”, sagt Sanjeev Kumar, das neu gewählte Oberhaupt der Bauerngemeinde. Es ist ein Szenario, das sich überall abspielt: Ganze Familien werden ausgelöscht, aufgeblähte Leichen treiben den Ganges hinunter. Indien meldete am Dienstag die Rekordzahl von 4.329 neuen Todesfällen. Die Gesamtzahl liegt bei rund 279.000. Das Land erreicht Herdenimmunität wohl erst in 35 Monaten, Deutschland in drei Monate.

Neuer Cannabinoid-IPO in London

Oxford Cannabinoid Technologies, das den Rapper Snoop Dogg und den Tabakriesen Imperial Brands zu seinen Investoren zählt, wird am Freitag den Handel an der Londoner Börse aufnehmen. Das Unternehmen hat im Rahmen einer Platzierung 16,5 Millionen Pfund (19 Millionen Euro) von wohlhabenden Einzelpersonen und institutionellen Anlegern eingenommen, was dem Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten auf Cannabinoid-Basis einen Marktwert von etwa 51,5 Millionen Pfund verleiht. OCT hofft, den Erfolg von GW Pharmaceuticals zu wiederholen, einem britischen Unternehmen, das das erste vollständig aus der Cannabispflanze gewonnene Medikament herstellte, welches eine Zulassung von der FDA in den USA erhielt. GW Pharmaceuticalswurde dieses Jahr von Jazz Pharmaceuticals für 7,2 Milliarden Dollar übernommen. Im US-Bundesstaat Mississippi hat sich in dieser Woche gezeigt, dass Wähler die Verbreitung von medizinischem Marihuana wünschen, die Gerichte aber auf der Bremse stehen.

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