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Fünf Themen des Tages: Evergrande zahlt nicht, Kritik nur leise

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Evergrande kann Zinsen nicht zahlen, China strauchelt, europäische Aktien leichter, Kritik bitte nur leise, und Steve Cohen wird Bitcoin-Jünger. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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Evergrande kann Zinsen nicht zahlen

Chinesische Behörden haben den wichtigsten Kreditgebern der China Evergrande Group mitgeteilt, dass sie nächste Woche keine Zinszahlungen für Bankkredite erwarten können, heißt es aus informierten Kreisen. Damit nähert sich das zahlungsunfähige Bauunternehmen mit Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 300 Milliarden Dollar einer der größten Schuldenrestrukturierungen des Landes. Das komplexe Geflecht von Verpflichtungen des Milliardärs Hui Ka Yan gegenüber Banken, Anleihegläubigern, Lieferanten und Hausbesitzern hat sich zu einem der größten finanziellen Risiken in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt entwickelt. Eine Restrukturierung zu organisieren, ohne einen Lehman-ähnlichen Moment zu erleiden, ist eine schier unlösbare Aufgabe für Chinas Behörden, meint Shuli Ren.

China strauchelt

Die chinesische Wirtschaft wurde im August durch harte Corona-Einschränkungen und Eingriffe in den Immobiliensektor in Mitleidenschaft gezogen, was Sorgen über die Erholung der gesamten Weltwirtschaft schürt. “Die Märkte haben das Ausmaß der Wachstumsverlangsamung in der zweiten Jahreshälfte bisher deutlich unterschätzt”, sagte Lu Ting, Chefvolkswirt für China bei Nomura Holdings in Hongkong. Ein Forschungsbericht legt derweil nah, dass sich jedes Jahr 400.000 Menschen mit Coronaviren von Tieren infizieren, die dem Covid-19 verursachenden Virus verwandt sind. Die Infektionen bleiben bislang meist unerkannt, aber jede stellt eine Gelegenheit zu einer viraler Mutation dar, die erst zu der Pandemie geführt hatte.

Europäische Aktien leichter

Die europäischen Aktien tendierten angesichts der Sorgen über die Auswirkungen der steigenden Inflation auf die Politik der Zentralbanken und der anhaltenden Wachstumssorgen schwächer. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag um 0,2% im Minus, wobei Reise-, Einzelhandels- und Konsumwerte fielen, während der Energie-, Banken- und Autosektor besser abschnitten. Am Mittwoch veröffentlichte Statistiken zeigten, dass die Verbraucherpreise im Vereinigten Königreich so stark gestiegen sind wie seit mehr als neun Jahren nicht mehr. “Auf dem Weg ins Jahr 2022 könnten Anzeichen für ein hartnäckigeres Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage und ein steigender Lohndruck zu einer höheren Inflation und einer restriktiveren Geldpolitik führen”, so Hussain Mehdivon von HSBC Asset Management. In Deutschland fielen Zooplus nach Ausstieg von KKR aus dem Bieterrennen. Varta fielen, nachdem Apple eine Reihe von iPhone-13-Geräten vorgestellt hatte.

Kritik bitte nur leise

Top-CEOs in Deutschland vermissen klare Ansagen der Parteien zur zukünftigen Wirtschaftspolitik. Joe Kaeser von Siemens Energy forderte auf einer Bloomberg-Podiumsdiskussion einen “umfassenden Plan” für das nächste Jahrzehnt, während SAP-Chef Christian Klein die nächste Regierung aufforderte, ein Ministerium für Digitalisierung einzurichten. Eine Wachstumsagenda für 2030 vermisst Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Dessen Haus ruderte allerdings ausgerechnet heute spektakulär zurück, als einer ihrer eigenen Analysten den Finger in die Wunde des dysfunktionalen deutschen Finanzplatzes - von Aufsicht über Drei-Säulen-Struktur bis Riester-Rente - legte und “dringenden Reformbedarf” anmahnte. Die Deutsche Bank und ihrer Research-Abteilung “distanzieren sich ... von der in Inhalt und Form unangemessenen Kritik an Aufsichtsbehörden und politischen Entscheidungsträgern” in dem am Vortag veröffentlichten (und mittlerweile nicht mehr abrufbaren) Bericht, so ein Sprecher.

Steve Cohen wird Bitcoin-Jünger

Der Hedgefonds-Milliardär Steve Cohen war bis vor kurzem ein Skeptiker, wenn es um Kryptowährungen ging. Dann trug sein Sohn - ein “Kryptomane” - dazu bei, dass er seine Meinung änderte. “Er hat mich wirklich davon überzeugt, dass dies etwas ist, was ich tun muss”, sagte der Gründer von Point72 Asset Management auf der Skybridge Alternatives Conference. So berichtet es eine eingeweihte Person. Er habe die “unglaublich transformierende” Gelegenheit nicht verpassen wollen, sagte Cohen bei einer Podiumsdiskussion. Der laut Bloomberg Billionaires Index 11,1 Milliarden Dollar schwere 65-Jährige gab diese Woche bekannt, dass er in Radkl, ein quantitatives Handelsunternehmen für digitale Vermögenswerte, investiert. Über sein Family Office hat er Geld in Recur gesteckt. Bitcoin handelte zuletzt oberhalb der Marke von 47.000 Dollar.

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