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Fünf Themen des Tages: Credit Suisse top, Astra-Impfung flop

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Credit-Suisse-Handel boomt, Astra driftet EU tiefer ins Impfstoff-Chaos, europäische Aktien unbeeindruckt von Impf-Rückschlag, VW will bis 2025 die Elektroauto-Krone, Startup will CO2 an Tiere verfüttern. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Credit-Suisse-Handel boomt

Der Umsatz der Investmentbank der Credit Suisse ist in den ersten zwei Monaten im Jahresvergleich um mehr als 50% gestiegen. Der Geschäftsbereich habe von guter Performance bei Emissionstätigkeit sowie bei Vertrieb und Handel profitiert, teilte die Bank mit. Im Zusammenhang mit Geschäften mit Greensill Capital, einschließlich eines Kredits, welcher der Firma vor ihrem Insolvenzantrag gewährt worden war, müsse möglicherweise eine Wertberichtigung vorgenommen werden, warnte die Bank. Unterdessen hat die Finanzaufsicht Bafin ein Insolvenzverfahren für die Greensill Bank AG beim Amtsgericht Bremen beantragt. Damit könnte als nächstes die Einlagensicherung tätig werden und mit der Rückzahlung der versicherten Depositen beginnen. Laut informierten Kreisen geht es um rund 3 Milliarden Euro.

Astra treibt EU tiefer ins Impfstoff-Chaos

Nach kleineren Ländern wie den Niederlanden und Irland haben auch Deutschland, Italien und Frankreich wegen schwerwiegender Nebenwirkungen die Verwendung des Covid-19-Impfstoffs von AstraZeneca ausgesetzt. Es ist ein weiterer Rückschlag für die schleppende Impfkampagne der EU, die für deren Regierungen zur politischen Belastung wird. Nach dem Absturz der CDU bei den Landtagswahlen stehen die Bundestagswahlen und dann die Präsidentschaftswahlen in Frankreich im nächsten Jahr im Fokus. Präsident Emmanuel Macron liegt in Umfragen Kopf an Kopf mit Marine Le Pen. Am Dienstag werden die europäischen Gesundheitsminister über die Zukunft des Astra-Impfstoffs diskutieren, der eigentlich im zweiten Quartal etwa ein Fünftel aller Dosen ausmachen sollte. Eine Wiedereröffnung der Wirtschaft rückt laut Eurasia Group weiter in die Ferne.

Europäische Aktien unbeeindruckt von Impf-Rückschlag

Europäische Aktien stiegen am Dienstag. Anleger schauten über die Turbulenzen bei der Impfstoff-Einführung in der EU hinweg und blicken stattdessen auf die Aussichten für eine wirtschaftliche Erholung in der Region. Der Stoxx 600 Index kletterte um 0,4%. “Grundsätzlich wird der Fokus in den kommenden Monaten immer noch auf der Wachstumserholung liegen und die Makropolitik - sowohl fiskalisch als auch geldpolitisch - wird weiterhin unterstützend wirken”, sagte Cecilia Chan von HSBC Asset Management gegenüber Bloomberg TV. In Deutschland kletterte Zalando nach Veröffentlichung eines Ausblicks, der die Erwartungen übertraf. Aktien von RWE fielen nach Belastungen durch die extremen Wetterbedingungen in Texas.

VW will bis 2025 die Elektroauto-Krone

Volkswagen will in diesem Jahr 1 Million Elektroautos verkaufen und bis spätestens 2025 zum weltweiten Marktführer für Elektrofahrzeuge aufsteigen. Bis 2030 soll der Anteil der vollelektrischen Fahrzeuge in Europa auf bis zu 60% der Auslieferungen steigen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. “Wir denken, dass wir in diesem Jahr beweisen können, dass wir im Bereich EV stark sind”, sagte Vorstandschef Herbert Diess in einem Interview mit Bloomberg TV. VW-Vorzugsaktien stiegen in Frankfurt um bis zu 5%. Im Abwehrkampf gegen Tesla, Apple und Google will VW seine Softwareabteilung auf 10.000 Mitarbeiter ausbauen, was den Autokonzern zu einem der größten Softwareunternehmen in Europa hinter SAP machen würde. Die Transformation soll “solide” finanziert werden. Vartas Einstieg in die E-Mobilität wurde ebenfalls von der Börse belohnt.

Startup will CO2 an Tiere verfüttern

Das britische Startup Deep Branch will das Treibhausgas Kohlendioxid in Futter für Hühner, Fische und Schweine umwandeln. Als neuen Geldgeber hat es unter anderem den französischen Ölgiganten Total an Land ziehen können. Das Unternehmen verwendet ein Fermentationsverfahren, welches der Herstellung von Wein ähnelt. Statt von Zucker ernähren sich die Mikroben dabei aber von Kohlendioxid und Wasserstoff. Das Ergebnis des Prozesses besteht zu 70% aus Protein und könnte Fischmehl und Sojabohnen ersetzen, was Überfischung und Entwaldung entgegenwirken würde. Vorstandschef Peter Rowe glaubt, preislich konkurrieren zu können. Unterdessen läuft in Berlin eine Konferenz zum Umbau der globalen Energiewirtschaft an, bei dem nach deutschem Wunsch ein Markt für grünen Wasserstoff im Vordergrund stehen soll.

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