Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.587,36
    +124,64 (+0,81%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.182,91
    +33,85 (+0,82%)
     
  • Dow Jones 30

    35.294,76
    +382,20 (+1,09%)
     
  • Gold

    1.768,10
    -29,80 (-1,66%)
     
  • EUR/USD

    1,1606
    +0,0005 (+0,05%)
     
  • BTC-EUR

    52.410,08
    -565,43 (-1,07%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.464,06
    +57,32 (+4,07%)
     
  • Öl (Brent)

    82,66
    +1,35 (+1,66%)
     
  • MDAX

    34.358,41
    +188,95 (+0,55%)
     
  • TecDAX

    3.726,24
    +14,82 (+0,40%)
     
  • SDAX

    16.622,93
    +160,30 (+0,97%)
     
  • Nikkei 225

    29.068,63
    +517,70 (+1,81%)
     
  • FTSE 100

    7.234,03
    +26,32 (+0,37%)
     
  • CAC 40

    6.727,52
    +42,31 (+0,63%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.897,34
    +73,91 (+0,50%)
     

Fünf Themen des Tages: China-Ramsch fällt, Paris droht London

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- China-Ramschanleihen fallen, Facebook hatte Netzwerkproblem, europäische Aktien erholt, Paris droht London mit Stromabschaltung, und Grüne machen Stimmung gegen Union. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Most Read from Bloomberg

China-Ramschanleihen fallen

Chinas stark gehebelte Immobilienunternehmen mussten Einbrüche bei Aktien und Anleihen hinnehmen, nachdem der Bauträger Fantasia Holdings Group bei der Rückzahlung von Anleihen in Verzug geraten war und sich die Sorgen der Anleger über die Aussichten des Sektors vergrößerten. Der durchschnittliche Kurs von Chinas hochverzinslichen Dollaranleihen fiel nach Angaben von Bondhändlern um etwa 5 Cents pro Dollar und verzeichnete damit den stärksten Rückgang seit mindestens 2013. Die Bonds einzelner Unternehmen mit B-Rating fielen um bis zu 10 Cent. Unter den Aktien von Bauunternehmen fielen Sunac China Holdings und Guangzhou R&F Properties um mehr als 10%. Bei China Evergrande Group herrscht Funkstille zu Berichten über einen Verkauf von Anteilen an einer Tochter, die Aktien blieben ausgesetzt.

Facebook hatte Netzwerkprobleme

Facebook-Aktien kletterten rund 1% im vorbörslichen US-Handel nach einem stundenlangen Service-Ausfall, der am Montag für einen Kurseinbruch um fast 5% gesorgt hatte. Der Ausfall der Haupt-App sowie von Instagram und WhatsApp hing mit einem Problem bei der Netzwerkkonfiguration zusammen. Es gebe keine Hinweise, dass Nutzerdaten gefährdet gewesen seien, so Facebook. Mittlerweile verlassen sich mehr als 2,75 Milliarden Menschen täglich auf die Dienste. CEO Mark Zuckerberg entschuldigte sich auf seiner Facebook-Seite, nachdem das Netzwerk wiederhergestellt worden war. Signal und Telegram, zwei private Messenger-Apps, verzeichneten während des Ausfalls sprunghafte Anstiege bei Downloads und Nutzeranmeldungen. Unterdessen bahnt sich im US-Kongress weiterer Ärger für Zuckerberg durch eine Whistleblowerin zusammen.

Europäische Aktien erholt

Die europäischen Börsen erholten sich am Dienstag von einer dreitägigen Verlustserie, der Stoxx 600 Index lag gegen Mittag rund 0,6% im Plus. Bankenwerte, die von steigenden Renditen profitieren, waren der am besten abschneidende Sektor. “Im letzten Monat, als die Märkte schwach waren, hat sich Europa im Vergleich zu dem, was es normalerweise tun würde, relativ gut gehalten”, sagte Hani Redha von PineBridge Investments . “Ich denke, das ist ein Zeichen dafür, dass der Markt sieht, dass Europa einige positive Aspekte hat, die es für das nächste Jahr unterstützen”. Redha zufolge werden die Aktien der Region vom EU-Konjunkturprogramm sowie von der Wiedereröffnung der Volkswirtschaften und den Fortschritten bei den Impfungen profitieren. Unter den deutschen Aktien führten Infineon Technologies die Erholung des Technologiesektors an, nachdem der Chiphersteller eine Umsatzsteigerung für das nächste Jahr prognostiziert hatte. Shop Apotheke stiegen nach Vorlage von Zahlen für das dritte Quartal. Grenke fielen nach einer Senkung des Ausblicks.

Paris droht London mit Stromabschaltung

Laut Frankreichs Europaminister Clement Beaune könnte die EU versuchen, Stromlieferungen an Großbritannien als Hebel einzusetzen, um Zugang zu britischen Fischereigewässern zu erzwingen. Die EU werde in den nächsten Tagen Maßnahmen ergreifen, um den Druck zu erhöhen. “Die Kanalinseln und das Vereinigte Königreich sind bei ihrer Energieversorgung von uns abhängig”, so Beaune gegenüber dem Radiosender Europe1. Die Frage der Fischereirechte stand letzte Woche erneut im Mittelpunkt der schwierigen Beziehungen zwischen London und Paris, als Großbritannien nur einen Bruchteil der Lizenzen erteilte, die die französischen Behörden erwartet hatten. Die Franzosen sehen darin einen Verstoß gegen das Brexit-Abkommen. Großbritannien bezieht Strom aus französischen Kernkraftwerken über zwei massive Stromkabel im Ärmelkanal.

Grüne machen Stimmung gegen Union

Vor dem gemeinsamen Sondierungsgespräch am Dienstag haben führende Grüne der Union mangelnde Diskretion vorgeworfen. Die Grünen seien “schwer irritiert”, dass aus dem Sondierungstreffen der Union mit der FDP am Sonntag etwas bekannt geworden sei, sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner am Dienstag auf RTL/ntv. Grünen-Politiker Cem Özdemir und Jürgen Trittin sekundierten. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung soll die FDP in dem Gespräch die Union aufgefordert haben, die Grünen von einer Jamaika-Koalition zu überzeugen. Das Leck wird bei der Union vermutet. Die von den Grünen und einer Mehrheit der Deutschen favorisierte Ampel-Koalition unter Führung der SPD ist laut Politologe Karl-Rudolf Korte aber noch längst keine ausgemachte Sache: “Beliebtheiten sind keine Kriterien, sondern es geht darum, die zweite Wahl zu organisieren, nämlich die Kanzlerwahl.“

Most Read from Bloomberg Businessweek

©2021 Bloomberg L.P.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.