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Fünf Themen des Tages: China kujoniert, Dax wächst, UBS erfreut

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Die Partei hat immer Recht, mehr Wachstum für den Dax, europäische Aktien steigen, Impfgegners Heimarbeit, und Nahrungs-Lieferketten unter Druck. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Die Partei hat immer Recht

Chinas Präsident Xi Jinping hat die Parole vom “gemeinsamen Wohlstand” ausgegeben und viele börsennotierte Unternehmen des Landes haben sie pflichtschuldigst übernommen. Mindestens 73 Firmen, darunter Chinas größter Versicherer Ping An Insurance und der Essenslieferant Meituan haben den Slogan in Börsendokumenten für Aktionäre kürzlich verwendet. Xi, Generalsekretär der KP Chinas, will das Wohlstandsgefälle im Land verringern. Das hat nicht nur eine Flut von Wohltätigkeitsspenden unter den Milliardären des Landes erzeugt, sondern auch den Druck auf die Unternehmen erhöht, “der Führung der Partei zu gehorchen”, wie es nach einem Treffen unter Führung Xis am Montag formuliert wurde. Jüngstes Ziel der Kampagne ist Chinas Sharing-Wirtschaft mit ihren Millionen von Niedriglohnbeziehern.

Mehr Wachstum für den Dax

Der Dax steht vor der wichtigsten Umgestaltung seit seiner Einführung 1987, was weitreichende Änderungen für alle Marktteilnehmer zur Folge hat. Die Neuzusammensetzung des deutschen Leitindex wird am Freitag bekannt gegeben. Das Börsenbarometer wird dann 40 anstatt 30 Mitglieder haben, mit möglichen wachstumsstarken Titeln wie Zalando oder HelloFresh als Neuzugängen. Etwa 350 Milliarden Euro an Börsenwert soll nach Berechnungen der DWS mit den 10 neuen Werten hinzukommen. Unterdessen sieht Goldman Sachs Aufwärtspotenzial für zyklische Anlagen. Der Markt sei mit Blick auf die Delta-Variante und die Konjunkturabschwächung in China zu besorgt. US- und europäische Indizes können weiter zulegen, wenn der Markt das Vertrauen in die Wachstumsaussichten zurückgewinnt.

Europäische Aktien steigen

Europäische Aktien näherten sich am Donnerstag angesichts positiver Unternehmenszahlen und Deals wieder ihren jüngsten Höchstständen an. Der Stoxx 600 lag gegen Mittag um rund 0,2% im Plus. Im weiteren Tagesverlauf wird ein Update zu den US-Arbeitslosenanträgen Aufschluss darüber geben, ob sich die Verbreitung der Delta-Variante auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Marija Veitmane von State Street Global Markets ist “wirklich begeistert von der Performance der europäischen Aktien”, da die zyklisch geprägte Region von der globalen Erholung profitiere. Strategen von Jefferies bevorzugen wegen anziehender Kreditvergabe und lockerer monetärer Bedingungen europäische Finanzwerte. Im Dax ist Delivery Hero Spitzenreiter, während Munich Re die rote Laterne trägt.

Impfgegners Heimarbeit

Bei der UBS können Mitarbeiter, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, laut CEO Ralph Hamers einen Antrag auf Heimarbeit stellen. Jedes Land auf der Welt habe einen anderen rechtlichen Rahmen, was in Bezug auf Impfstoffe angeordnet werden könne und was nicht, sagte der Chef der Schweizer Bank am Donnerstag auf dem Swiss Economic Forum in Interlaken. Während die Delta-Variante Bemühungen zunichte macht, die Bankmitarbeiter zurück an die Schreibtische zu holen, ist das ein flexibler Ansatz. Hamers führt ein dauerhaftes hybrides Arbeitsmodell ein, das es mindestens zwei Dritteln seiner Mitarbeiter ermöglicht, von zu Hause aus und im Büro zu arbeiten. Angestellte haben derzeit maximale Verhandlungsmacht, über ihren Arbeitsplatz zu bestimmen, meint Bloomberg-Kolumnist Conor Sen.

Lebensmittel-Lieferketten unter Druck

Erst legte Chipmangel die globale Autoproduktion streckenweise lahm, jetzt erschüttert ein Mangel an Arbeitskräften überall auf der Welt die Lebensmittelversorgung. In Vietnam hilft die Armee bei der Reisernte. In Großbritannien schütten die Bauern Milch weg, weil sie keine Lastwagenfahrer finden. Die Ernte der brasilianischen Robusta-Kaffeebohnen dauerte dieses Jahr 120 statt der üblichen 90 Tage. Ob Obstpflücker, Schlachthof- oder Lagerarbeiter - das globale Lebensmittelökosystem gerät ins Wanken. Arbeitgeber sind gezwungen, zweistellige Lohnerhöhungen zu zahlen. Einige EZB-Zentralbanker, die auch nationale Notenbankchefs sind, plädieren angesichts des sprunghaften Anstiegs der Euroraum-Inflation dafür, den Fuß vom geldpolitischen Gaspedal zu nehmen. Direktoriumsmitglieder hingegen halten am Mantra des vorübergehenden Effekts fest.

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